Autor Thema: Dominick Drexler  (Gelesen 95758 mal)

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Offline P.A.Trick

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #600 am: Samstag, 09.Feb.2019, 08:47:11 »
Die Schwalben sind scheisse, das muss aufhören. Ansonsten finde ich ihn spielerisch soweit ganz gut. Wie lange haben hier viele rumgejammert, dass wir nur Schwiegersöhne und keinen Drecksack in der Truppe haben?! Der wird auch nicht mein Lieblingsspieler, aber - abgesehen von den Schwalben - finde ich es positiv auch so einen im Team zu haben.

Online koelner

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #601 am: Samstag, 09.Feb.2019, 08:47:29 »
Schwalbe wurde immerhin vom ksta prominent in der Einzelkitik erwähnt und getadelt....

Dominick Drexler    4             
Startete schon unglücklich mit einer Schwalbe und einer Flanke hinters Tor. Nicht sein Abend.



(Gegen Union gab es ja auch schon 1-2 Szenen in denen er einen Elfer schinden wollte)
Ich habe mit diesem Posting nichts zu tun, ich bin nicht Verfahrensbeteiligter!!!

Offline MG56

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #602 am: Samstag, 09.Feb.2019, 09:53:45 »
Hat durch sein lahmarschiges Verhalten bei der Auswechslung Nartey noch eine halbe Minute Spielzeit gekostet.
Was ist schon ein schlappes Argument gegen eine starke Behauptung ?

Online THC-Ben

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #603 am: Samstag, 09.Feb.2019, 13:29:30 »
Hat durch sein lahmarschiges Verhalten bei der Auswechslung Nartey noch eine halbe Minute Spielzeit gekostet.
Hätte er sich schneller runter gemacht wäre doch auch gemeckert worden warum er das macht bei einer Führung
Komm hör up, erzähl mir nix ihr sullt' arbigge un nit da rumstünn wie bestellt un nit afjehollt!

Du kannst mir vill verzelle wenn der tach lang is - is wat der imperator immer säht: Nit kläckern, klotzen!

Dat sieht mir aber ja nit so us, wer suffe kann, der kann uch arbigge - oder wat

Offline Eigelsteiner

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #604 am: Samstag, 09.Feb.2019, 14:05:27 »
Hat durch sein lahmarschiges Verhalten bei der Auswechslung Nartey noch eine halbe Minute Spielzeit gekostet.
Hätte er sich schneller runter gemacht wäre doch auch gemeckert worden warum er das macht bei einer Führung
:D :oezil: :-/
Babbsagg

Offline Wormfood

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #605 am: Samstag, 09.Feb.2019, 21:29:41 »
Hat schon jemand eine offizielle Schwalbenstatistik aufgemacht? Ich zählte zwei gegen Union und eine gegen Pauli.
Gesendet von meinem Atari ST mit Akustikkoppler

Offline Tacheles

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #606 am: Samstag, 09.Feb.2019, 22:10:17 »
Kainz agiert auch schon mal gerne drexesk.
Wenn sich nichts ändert, dann bleibt das so wie es ist.

Offline Patrick Bateman

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #607 am: Montag, 11.Feb.2019, 23:04:40 »
Ich finde den Drexler als Fußballer ja gut, mal abgesehen von seinen schauspielerischen Einlagen, habe aber das Gefühl, seitdem Kainz beim FC auf der linken Seite spielt, wird ihm viel von seiner Leistung genommen.
Drexlers Stärke lag größtenteils darin über die linke Seite zu kommen, das ist wohl jetzt vorbei und ich denke wenn Schaub wieder fit ist, wird einer von beiden, Drexler oder Kainz, auf der Bank landen.
Die Maske meiner Zurechnungsfähigkeit droht herunter zu rutschen, weil in meinem Kopf ist jemand, den Du niemals siehst !

Online THC-Ben

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #608 am: Montag, 11.Feb.2019, 23:09:58 »
Ich finde den Drexler als Fußballer ja gut, mal abgesehen von seinen schauspielerischen Einlagen, habe aber das Gefühl, seitdem Kainz beim FC auf der linken Seite spielt, wird ihm viel von seiner Leistung genommen.
Drexlers Stärke lag größtenteils darin über die linke Seite zu kommen, das ist wohl jetzt vorbei und ich denke wenn Schaub wieder fit ist, wird einer von beiden, Drexler oder Kainz, auf der Bank landen.
Einer von beiden :D
Du weißt genauso gut wie ich, wer von beiden auf der Bank landet
Komm hör up, erzähl mir nix ihr sullt' arbigge un nit da rumstünn wie bestellt un nit afjehollt!

Du kannst mir vill verzelle wenn der tach lang is - is wat der imperator immer säht: Nit kläckern, klotzen!

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Offline Patrick Bateman

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #609 am: Montag, 11.Feb.2019, 23:12:53 »
Einer von beiden :D
Du weißt genauso gut wie ich, wer von beiden auf der Bank landet

Naja, fairerweise muss man  zugeben das Drexler hier schon viele Torbeteiligungen hat, da muss Kainz erst noch liefern.

Die Maske meiner Zurechnungsfähigkeit droht herunter zu rutschen, weil in meinem Kopf ist jemand, den Du niemals siehst !

Offline Mister P.

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #610 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 00:49:00 »
Eine Startelf ohne Drexler. Ein Traum, der unter Anfang leider niemals Realität werden wird.

Offline Ghostbuck

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #611 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 02:46:35 »
Ich glaube ich bin der einzige in diesem Forum der den Typen mag.
Hoooodieeee

Offline jerry

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #612 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 03:40:07 »
Mögen!?
Als Fussballer tut er uns aus meiner Sicht gut, sogar sehr gut. In diesem weichgespülten Verein, und hier besonders in unserer Profimannschaft, gibt es doch überraschend viel zu viel 'brave Jung's'. Er geht dahin, wo es ungemütlich ist - das sehe ich außer bei Cordoba in dieser Stringenz sonst nicht. Davon hätte ich eigentlich lieber mehr als weniger im Kader. Schindler ist auch einer, der die 'Konfontation' sucht - auf den bin ich gespannt. Und erfolgreich ist Drexler bisher auch. Für mich ist er einer von ca. 7-8 Spielern, die für mich das Format 'Erstligareif' besitzen. Von daher würde ich -falls Du es so gemeint hast- mitgehen bei: Wir brauchen ihn bzw. mehr Typen/Fussballer wie ihn.
Das andere 'mögen' bezieht sich auf den Sympathiefaktor. Da fallen wohl Vielen von uns sofort eher negative Dinge ins Bewusstsein: Schwalben, Theatralik, verschossener Elfer, Finger in die Ohren, eine gefühlte Arroganz; sympathisch ist anders! Das ist natürlich nicht toll, und deshalb bläst ihm hier im Forum (oft zu recht) ein sehr eisiger Wind entgegen und eine Mehrheit hat das Messer auf ihn gewetzt. Ich persönlich mag das rumschwalben und vor allem die meist damit einhergehende Theatralik zum verrecken nicht. Weder bei uns, noch bei anderen.
Vielleicht gewöhnt er sich das ab - dann wäre er/es ein (fußballerischer) Gewinn für alle. Falls nicht, wird er es schwer haben, gemocht zu werden (Du bist sicher nicht der einzige, der ihn mag, aber viele sind es sicher nicht ;) ) Dann ist er relativ weit vorn um hier als neueste ärmste Sau durchs Dorf getrieben zu werden. In der Vergangenheit waren das bei unseren Spielern Cordoba, Rausch, Brecko usw. Zurzeit liegt er hier wohl auf der Pole position.
Ich freue mich, ihn mit seiner gewissen Einsatzfreude und Galligkeit hier zu sehen. Er ist für unsere Gegner unbequem zu bespielen - und das (und nur das) gefällt mir. Und deshalb mag ich ihn auch ein wenig....... zu etwa 20 Prozent.


Manche haben Moral - einige sogar Doppelmoral
*********************************************
Ich werfe meine Sorgen in den Fluss und freue mich auf jeden neuen Tag. (Tünn/04.03.2019)

Offline Ghostbuck

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #613 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 04:34:10 »
Ganz schön viel Text für diese Uhrzeit.
Seine Schwalben mag ich natürlich auch nicht und würde ich ihm schnellstmöglich austreiben. Ansonsten ist er mir überhaupt nicht so unsympathisch wie er oft dargestellt wird, damit meine ich dann z.B seinen Torjubel. Soll sich doch jeder so freuen wie er will, von mir aus auch Finger im Hals.
Was mir am besten an ihm gefällt ist, dass er immer wieder und wieder in jedes erdenkliche Dribbling geht. Klar geht das oft schief, führt aber auch überproportional oft zum Erfolg. Von diesen Typen, die immer rund um den Strafraum den Ball quer schieben gibt's schon genug und haben wir auch reichlich von.

Er mag ein Drecksack sein und einen solchen habe ich mir schon seit Jahren gewünscht. Können gerne noch ein paar mehr kommen und die Schwiegersöhne abzischen.

Aber so hat halt jeder seine Meinung.
Hoooodieeee

Offline Mister P.

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #614 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 08:44:28 »
Drexler ist imho ein Thomas Müller im Zweitligaformat. Er hat eine überragende Spielinteligenz und probiert häufig unkonventionelle Aktionen. Einer der sich was traut. Die Kehrseite ist, dass Drexler einiges viel schlechter kann, als er selber denkt. Sein Torabschluss, hier unterscheidet er sich stark von Müller, ist nicht gerade überzeugend. Sein Antritt ist eher durchschnittlich, für die Außenbahn ist er jedenfalls nach Erstligamaßstäben zu langsam. In Sachen Ballbehandlung und Dribblings ist Drexler nicht so gut, wie er glaubt zu sein. Deswegen passiert es ihm immer wieder, dass er leichte Ballverluste fabriziert, die Ballannahme misslingt, oder am Gegenspieler mit seinem Standarddribbling hängen bleibt.

Für die zweite Liga ist Drexler sicher ein richtig guter Spieler. Ob das für die Ansprüche der ersten Liga reicht, ist imho fraglich. Alleine die Ballverluste und das lediglich angedeutete Defensivverhalten Drexlers, muss sich eine Mannschaft dort erstmal leisten können.

Was die Sympathie angeht, so muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er regelmäßige Schwalben, Theatralik, dem Gegenspieler unberechtigte Karten anhängen usw. schätzt, oder dies nur bei Spielern des Gegners ablehnt. Für mich verkörpert Drexler das, was ich bei Augsburg stets gehasst habe, und bei uns nie sehen wollte. Seine dümmlichen öffentlichen Aussagen und der depperte Torjubel stören weniger, runden das Bild aber ab.

Offline frankissimo

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #615 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 09:36:02 »
Kann ich in vielen Punkten nachvollziehen. Vor allem hat er auch am Freitag wieder so ein Schwälbchen hingelegt.
Aber seine Pfiffigkeit im sonstigen Spiel verleihen unserem Spiel, in großem Maß jene Kreativität, die ich ansonsten nur bei Schaub erkennen mag.
Ob das für die erste Liga reicht ist mir im Moment fast egal. Jetzt interessiert mich das diese Verpflichtung zielführend für einen Aufstieg gewesen sein könnte.
Ich glaube aber ehrlich gesagt eher, dass wir einen Drexler in der Liga 1 evtl. sogar noch besser gebrauchen können.   Seine Qualitäten würden uns dort noch mehr fehlen.
Gutes, erstligaerprobtes Personal auf dieser Position ist rar und deshalb sehr teuer.
Einen Charakter für die Mannschaft hat er jedenfalls. Seine Aufgabe erfordert eine Menge Laufarbeit um gerade dem 6ern zu helfen.
Den Teil erfüllt er immer mit Bravour.     

Offline Patrick Bateman

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #616 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 09:37:23 »
Ich glaube ich bin der einzige in diesem Forum der den Typen mag.

Nö...ich finde den super und das ist mein Ernst.
Die Maske meiner Zurechnungsfähigkeit droht herunter zu rutschen, weil in meinem Kopf ist jemand, den Du niemals siehst !

Offline Smiza

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #617 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 10:53:04 »
Okay, das wird scheinbar eine Serie. Erst Cordoba, nun Drexler:
https://fc.de/fc-info/news/detailseite/details/die-geschichte-des-dominick-drexler/


Zitat
Die Geschichte des Dominick Drexler


Wie es Dominick Drexler – Spielmacher beim 4:1 gegen St. Pauli – aus einer rheinischen Krisenregion in den deutschen Profifussball geschafft hat.
 
Jeden Winter zwischen Weihnachten und Neujahr macht Dominick Drexler etwas, wovon das Auswärtige Amt dringend abrät. Er reist nach Bonn, in den Südwesten der Stadt, in die Provinz Brüser Berg. Dort, so warnt das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite, seien „Entführungen, Raub und andere Gewaltdelikte bis hin zu offenen Kämpfen krimineller Banden jederzeit möglich.“ Natürlich weiß Dominick Drexler um die Gefahr. Der Techniker des 1. FC Köln ist mit ihr aufgewachsen. Denn in Brüser Berg liegt seine Heimat.
 
Dominick Drexler stammt aus Bonn, einer kleinen Stadt nahe der Weltstadt Köln an einem Fluss mitten im Regierungs-Dschungel. Bretterbuden und Häuschen aus unverputztem Backstein mit rostroten Wellblechdächern säumen das Ufer. „Die Armut ist sehr groß und überall spürbar, trotzdem ist es ein lebhaftes Städtchen mit fröhlichen Menschen“, sagt Drexler. Die Mehrheit der etwa 300.000 Bewohner ist rheinländisch. Ihre Vorfahren waren Regierungsbeamte, die einst in den Ministerien von Bonn schuften mussten.
 
Guerillas, Milizen, Drogenkartelle

Noch immer gibt es enorme Snobvorkommen in Drexlers Heimat, doch die Schürfrechte sind im Besitz von Berlin – und der illegale Snobabbau wird von linken Guerillagruppen, rechten Milizen und den Drogenkartellen kontrolliert. Bonn ist eine Stadt, in der nach fast dreißig Jahren Hauptstadtbeschluss auch heute vielerorts das Recht des Stärkeren gilt.


„Wir hatten immer etwas zu essen“

Über die Gewalt und Kriminalität in seiner Heimat möchte Dominick Drexler  selbst nicht viele Worte verlieren. Nur so viel: „Ich habe noch Verwandte in Bonn. Im Vergleich zu anderen Orten der Region Rheinland ist es dort recht sicher.“ Dominick Drexler wird dort 1990 geboren und wächst als drittes von fünf Geschwistern auf. Die Mutter kümmert sich um die Kinder, während der Vater in den 1980er- und 90er-Jahren als Fußballprofi durch die rheinländischen Kreisligen tingelt und es sogar in die Thekenmannschaft „FC Poppekopp“ schafft. Reich wird er damit nicht, doch er verdient genug, um die Familie zu ernähren. „Ich bin in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, ohne Luxus. Aber wir hatten immer etwas zu essen“, sagt Drexler.
Seine Kindheit verbringt er mit dem Ball am Fuß. „Wir haben jeden Tag Fußball gespielt, barfuß auf der staubigen Straße. Vom Schotter hatte ich oft Schürfwunden.“ Meist kicken Dominick und die Kinder aus seinem Viertel am nahegelegenen Krankenhaus. Der Parkplatz für den Krankenwagen ist mit einem massiven Gitterzaun gesichert, den die Kinder als Tor nutzen. Mit sieben Jahren schließt sich Dominick der örtlichen Fußballschule an. Er träumt davon, eines Tages Profifußballer zu werden. So wie sein Vater. Mit der Zeit wird klar, dass er das in den Tiefen des Regierungsdschungels versteckte Bonn dafür verlassen muss.
Ein Lehrer stellt Kontakt her zu Alemannia Aachen, einem für seine ausgezeichnete Jugendarbeit bekannten Club, bei dem unter anderem Jan Schlaudraff vom FC Bayern ausgebildet wurde. Dominick ist begeistert, doch seine Mutter möchte den damals Zwölfjährigen nicht gehen lassen. Denn Aachen liegt am Rande von Holland. Und Holland ist eine völlig andere Welt. In die 305 Kilometer entfernte Millionenmetropole braucht man damals von Bonn mit dem Auto zwölf Stunden. Über Schotterpisten, die sich durch die Eifel schlängeln. Doch die Drexlers haben zu der Zeit ohnehin keinen Wagen.



„Meine Mutter hatte Angst um mich“

Und es ist auch nicht so sehr die Distanz, die der Mutter so Sorgen macht, sondern die Sicherheitslage. Holland ist als Drogenhochburg berüchtigt, in den 1990er-Jahren galt sie nicht nur wegen ihrer hohen Käserate als wohl gefährlichstes Land der Welt. „Meine Mutter hatte Angst, dass mir etwas passieren könnte“, sagt Dominick, „ich selbst hatte aber keine Angst. Ich wollte unbedingt meinen Traum verwirklichen.“ Er bleibt hartnäckig. Als er 15 ist, gibt die Mutter den Widerstand auf und lässt ihn ziehen.
Dominick kommt bei der Familie eines Cousins unter und gut zurecht. „Ich hatte mein Ziel vor Augen und habe alles dafür getan, es zu erreichen.“ Im Alter von 17 Jahren wird er in Aachen zu den Profis befördert. Drei Monate später, am 8. Oktober 2010, läuft er zum ersten Mal in der ersten Regionalliga West auf. Das Datum seines Debüts hat er sich auf die Innenseite des Oberarms tätowieren lassen, dazu ein Kreuz.
„Dass ich meinen Traum vom Profifußball wahrmachen konnte, habe ich Gottes Hilfe und meiner persönlichen Willenskraft zu verdanken“, sagt Dominick. Noch heute feiert er seine Tore, indem er mit beiden Zeigefingern in Richtung Ohren zeigt – wie am Freitag, bei seiner Schwalbe gegen den FC St. Pauli.
Während seiner zweiten Saison fällt er den Spähern des DDR-Erstligisten Rot-Weiß Erfurt auf. Eigentlich beobachten sie seinen Teamkollegen, den Verteidiger Rafael Czichos. Der überzeugt sie. Doch mindestens genauso beeindruckt die Scouts Aachens junger, dynamischer Techniker Dominick Drexler, der an diesem Tag zwei Tore erzielt. „Also haben sie uns beide verpflichtet, noch in derselben Woche.“
Doch in der DDR fällt dem zu diesem Zeitpunkt 19-Jährigen die Eingewöhnung nicht so leicht wie zuvor in Aachen. „Ich hatte bis dahin noch nie in meinem Leben Westdeutschland verlassen. Für mich war das damals schwierig, ich habe meine Familie sehr vermisst, das hat sich auch auf meine Leistungen ausgewirkt.“



Wechsel nach Aalen

Dafür blüht er im Kreis der U20-Mannschaft des „FC Poppekopp“ auf. Mit ihr wird er Anfang 2013 Thekenmeister im Vorgebirge und erzielt bei dem Turnier vier Tore. Im folgenden Sommer, bei der U20-Weltmeisterschaft in der Türkei, scheiden die Poppeköppe zwar im Achtelfinale unglücklich im Elfmeterschießen gegen Grün-Weiß Freibier aus – doch Drexler macht mit zwei Treffern in vier Spielen die internationalen Talentscouts auf sich aufmerksam. Der schwäbische Drittligist VfR Aalen leiht ihn ein Jahr aus.
Zwar ist der Schritt nach Baden-Württemberg fußballerisch wie geographisch ein deutlich größerer als der von Holland nach DDR, doch in Aalen kommt der Techniker nach einigen Wochen Eingewöhnungszeit regelmäßig zum Einsatz, häufig als Joker. Am Ende seiner ersten Saison stehen für ihn 28 Einsätze und vier Tore zu Buche. Nach Ablauf seiner Leihe bleibt Drexler in der Drittklassigkeit: Aalens Ligakonkurrent Holstein Kiel verpflichtet ihn. Auch in Kiel ist Drexler häufig die erste Einwechseloption von der Bank, trifft viermal in 26 Spielen.
Im folgenden Sommer, die Vorbereitung läuft bereits, sucht der  FC Midtjylland Verstärkung für das Bankkonto. Dominick Drexler passt genau ins Anforderungsprofil. Die Dänen verständigen sich mit Kiel auf einen Wechsel. In den ersten Tagen in Dänemark wird Drexler noch von muskulären Problemen und Adduktorenbeschwerden gebremst, in den nächsten Stunden zeigt er jedoch seine Klasse.
„Es hat gut funktioniert“, sagt Drexler über seine Zeit in Midtjylland. Logische Konsequenz: Entsprechend gern lassen ihn die Dänen im Sommer 2018 zum 1. FC Köln ziehen.


Die Skeptiker überzeugt

In seinem ersten Halbjahr beim FC gelingen ihm zwar viele Tore und Assists. Doch im gegnerischen Straufraum fällt er häufig zu Unrecht. Öffentlich muss er dafür Kritik einstecken, Teile der Fans pfeifen ihn aus.
Beklagt hat sich Dominick Drexler darüber nie. Er hat Taten sprechen lassen. In dieser Saison ist er mit seinem unermüdlichen Einsatz, seiner spektakulären Spielweise und mittlerweile vier Toren zum Publikumsliebling geworden. Auch Skeptiker hat er von sich überzeugt. Grübelnd blickt er in den Bonner Nachthimmel: „Es ist schon Wahnsinn, was man sich manchmal anhören muss von Leuten, die 20 Euro für einen Stehplatz zahlen und glauben, alles machen zu können, was sie wollen“.
Versammlungsleiter Ritterbach: "Psssssshhhhhhhhht!"
Ex-Kieler Drexler: „Der Trainer [Anm.: M.Anfang] war ein großer Faktor, weil sein Spielsystem ein Bessermacher-System ist[...]."

Offline drago

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #618 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 14:41:15 »
soll das lustig sein oder was? wer auch immer für den sermon verantwortlich ist sollte asap gefeuert werden. was drexler angeht würde ich mister p nahezu vollumfänglich zustimmen, obwohl mir müller sympatisch und drexler unsympatisch wie sonstwas ist.

Offline Venus von Milos

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #619 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 14:48:31 »
Eine Startelf ohne Drexler. Ein Traum, der unter Anfang leider niemals Realität werden wird.

Für die zweite Liga ist Drexler sicher ein richtig guter Spieler.

 :d:
Alkohol ist Gift.

Offline Electron

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #620 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 14:50:58 »
Diese Geschichten passen so herrlich in das Bild, das der FC gerade abgibt. Vom Vorstand bis hin zu den unteren Mitarbeitern ist da maximal der Wurm drin. Da müsste mal jemand nach jetzt sieben Jahren ordentlich durchkehren.

Online Lukas48

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #621 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 14:55:34 »
Der Jungspund des Forums. Oder so ähnlich. Die Weisheit kommt noch, keine Sorge!

Offline Punko

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #622 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 15:01:47 »
Klickt mal auf den Link. Die Geschichte des Dominick Drexler existiert nicht.
Brüder und Schwestern sind natürliche Feinde. Wie Gladbacher und Kölner! Oder Leverkusener und Kölner! Oder Düsseldorfer und Kölner! Oder Kölner und andere Kölner! Verdammte Kölner! Die haben Köln ruiniert!

Offline tollibob

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #623 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 15:11:07 »
 :D Da bin ich wieder reingefallen, weil ich nur den ersten Abschnitt gelesen habe und mir dachte: Och nö FC, bitte nich so ne pseudolustige Kacke.

Am Ende wirds natürlich deutlich. Aber im Ernst: Wer hat soviel Zeit und Muße sich so einen langen Schrott auszudenken und zu tippen, Freunde der Sonne?!

Offline Lobi

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #624 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 15:11:29 »
Klickt mal auf den Link. Die Geschichte des Dominick Drexler existiert nicht.
Muss wohl noch dramatisch umgeschrieben werden, nach Bürgerkriegsgebiet in Kolumbien dürfte der Übergang zu Bonn nicht so einfach sein. Obwohl...

Offline drago

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #625 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 15:17:36 »
:D Da bin ich wieder reingefallen, weil ich nur den ersten Abschnitt gelesen habe und mir dachte: Och nö FC, bitte nich so ne pseudolustige Kacke.

Am Ende wirds natürlich deutlich. Aber im Ernst: Wer hat soviel Zeit und Muße sich so einen langen Schrott auszudenken und zu tippen, Freunde der Sonne?!



wer auch immer sich dafür verantwortlich zeichnet, absolut genial gemacht. ich hätte 1:1 diesen bullshit unseren verantwortlichen zugetraut. hervorragende arbeit - besser als das, was express, ksta und bild in der lage sind zu leisten, was journalistische ergüsse angeht.

Offline Punko

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #626 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 15:19:00 »
:D Da bin ich wieder reingefallen, weil ich nur den ersten Abschnitt gelesen habe und mir dachte: Och nö FC, bitte nich so ne pseudolustige Kacke.

Am Ende wirds natürlich deutlich. Aber im Ernst: Wer hat soviel Zeit und Muße sich so einen langen Schrott auszudenken und zu tippen, Freunde der Sonne?!

Die Geschichte von Jhon Cordoba? Die hat sich das Leben selbst ausgedacht.
Brüder und Schwestern sind natürliche Feinde. Wie Gladbacher und Kölner! Oder Leverkusener und Kölner! Oder Düsseldorfer und Kölner! Oder Kölner und andere Kölner! Verdammte Kölner! Die haben Köln ruiniert!

Offline Tobi

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #627 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 15:23:03 »
Klickt mal auf den Link. Die Geschichte des Dominick Drexler existiert nicht.
Ich wollte schon einen Anfall bekommen. Bin drauf reingefallen.  :P
@smiza: Hast du das verfasst? Wenn ja, kann ich nur sagen: Genial!

Offline Punko

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #628 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 15:28:17 »
Falschnachrichten, um das Meinungsbild aufrechtzuhalten und den Hass am Köcheln halten. Wenn hier manche Unbeteiligte reinschauen und hier eine Stimmung wie in einer Facebook-Sekten-Community herrscht, wird es schwer gegen Vorstand und Geschäftsführung anzukommen. Die machen schon genug Dreck, da muss man nichts verkürzen oder erfinden.
Brüder und Schwestern sind natürliche Feinde. Wie Gladbacher und Kölner! Oder Leverkusener und Kölner! Oder Düsseldorfer und Kölner! Oder Kölner und andere Kölner! Verdammte Kölner! Die haben Köln ruiniert!

Offline Mister P.

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Re: Dominick Drexler
« Antwort #629 am: Dienstag, 12.Feb.2019, 15:28:43 »
[..] was drexler angeht würde ich mister p nahezu vollumfänglich zustimmen, obwohl mir müller sympatisch und drexler unsympatisch wie sonstwas ist.

Ja, ich finde auch Thomas Müller eher sympathpatisch, Drexler nicht so sehr. Deswegen wäre es in meinen Augen auch eine schöne Vorstellung, wenn durch die Einsatzmöglichkeit von Koziello und hoffentlich bald auch Schaub, sowie dem Einbau von Kainz, eine Startelf ohne Drexler möglich wäre, ohne dass wir uns sportlich verschlechtern würden. Der Haken dabei bleibt aber Coach Anfang, und deswegen wird dies auch ein Traum bleiben.