Autor Thema: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs  (Gelesen 1182 mal)

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Offline kabelbrad

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Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« am: Mittwoch, 29.Aug.2018, 10:28:17 »
Ein seltenes ereignis, zwar zugegebenermaßen von polemik triefend und auch noch co-verfasst von Frank L., aber trotzdem lesenswert:

http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/730234/artikel_die-spielverderber-des-fussballs.html

ich persönlich hab hauptsächlich aufgrund der geldsummen die heute im fußball kursieren immer weniger bock, tatsächlich geht es schon in richtung gesamtgesellschaftliches problem, was die welt des fußballs alles an geld auffrisst und nie wieder ausspuckt.
Spät in der Nacht,
ovale Ente kommt zu mir
sie sagt:
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Offline Superwetti

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #1 am: Freitag, 31.Aug.2018, 10:33:23 »


ich persönlich hab hauptsächlich aufgrund der geldsummen die heute im fußball kursieren immer weniger bock,

So geht es mir auch. Mir persönlich wäre es ja noch egal wenn das Geld von den Bäumen fallen würde oder von irgendwelchen Scheichs die eh nicht wissen wohin mit der Kohle. Aber die verdienen alle jedes Jahr mehr und mehr und ich muss dafür blechen. Sky, Eurosport, Dazn, Trikots für 100€ usw usw. Das steht doch in gar keinem Verhältnis das der deutsche Bundesbürger im Schnitt 3.156€ im Monat verdient, die Herren lewandowski und Co aber 15 Mio im Jahr und ich brauche dafür 3 verschiedene Fernsehpakete. Deshalb werde ich mir auch am Samstag eine Partie in der Kreisliga A reinziehen (ohne das ich zu einer der beiden Mannschaften halten würde) statt die BL Konferenz
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Offline Bootney Farnsworth

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #2 am: Freitag, 31.Aug.2018, 10:40:00 »
So geht es mir auch. Mir persönlich wäre es ja noch egal wenn das Geld von den Bäumen fallen würde oder von irgendwelchen Scheichs die eh nicht wissen wohin mit der Kohle. Aber die verdienen alle jedes Jahr mehr und mehr und ich muss dafür blechen. Sky, Eurosport, Dazn, Trikots für 100€ usw usw. Das steht doch in gar keinem Verhältnis das der deutsche Bundesbürger im Schnitt 3.156€ im Monat verdient, die Herren lewandowski und Co aber 15 Mio im Jahr und ich brauche dafür 3 verschiedene Fernsehpakete. Deshalb werde ich mir auch am Samstag eine Partie in der Kreisliga A reinziehen (ohne das ich zu einer der beiden Mannschaften halten würde) statt die BL Konferenz
Den Gedanken hatte ich auch schon öfter. Vielleicht kommt der Kommerzwahn ja dem Amateurfussball zugute. In der Kreisliga kann man sich auch gemütlich mit Wurst und Bier in Gras setzen und auch den Hund mitnehmen. Oftmals ist es bei solchen Spielen ja auch ganz lustig, ohne VAR ...... :)
Neulich beim Speed-Dating ....
Er: "Ich suche nichts festes"
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Online Gelle

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #3 am: Freitag, 31.Aug.2018, 10:42:33 »
Kreisliga oder Fußball Regionalliga und drunter schaue ich mir seit 1 1/2 Jahren auch immer öfter an. So behalte ich mir den Spaß an diesem Spiel.
Nit resigniert, nur reichlich desillusioniert

Offline Müngersdorf

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #4 am: Freitag, 31.Aug.2018, 10:44:46 »
Kreisliga D, Heimatverein, 2 € Spende in die Sammeldose. Bratwurst und Getränke zu komplett verträglichen Preisen.

Fußballerisch nicht sonderlich attraktiv, zugegeben, aber es macht trotzdem Spass. Ich kann auch mir vorstellen, dass diese Überzeichnung des Profifußballs demnächst für deutliche Rückläufer sorgen wird,
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Offline Oxford

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #5 am: Freitag, 31.Aug.2018, 10:46:33 »
Sorry, aber da werd ich zum Povlsen. Kreisligafussball würd ich nur dann gucken, wenn ein guter Freund oder so da mitspielt oder man das eher als Anlass nimmt, sich alle paar Wochen da mit Kumpels zu treffen. Aber wegen des Sports? Never.
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Offline BaNditen

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #6 am: Freitag, 31.Aug.2018, 10:49:13 »
Bin öfters bei Spielen von Babelsberg 03 in der Regionalliga Nordost. Stimmung ist natürlich nicht vergleichbar. Die Preise und Leute aber ehrlich und der Club setzt gute Zeichen und Statements. Außerdem gegen attraktive Gegner wie Erfurt und Chemnitz. Zu TeBe fahre ich auch immer rüber solang es die Zeit zulässt, da ist stimmungstechnisch auch gut was los.

Offline Venus von Milos

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #7 am: Freitag, 31.Aug.2018, 11:05:13 »
Ein seltenes ereignis, zwar zugegebenermaßen von polemik triefend und auch noch co-verfasst von Frank L., aber trotzdem lesenswert:

http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/730234/artikel_die-spielverderber-des-fussballs.html

ich persönlich hab hauptsächlich aufgrund der geldsummen die heute im fußball kursieren immer weniger bock, tatsächlich geht es schon in richtung gesamtgesellschaftliches problem, was die welt des fußballs alles an geld auffrisst und nie wieder ausspuckt.

 :oezil: :-/

Als sich in Singapur vor der Partie Arsenal gegen PSG die Kapitäne Mesut Özil und Adrien Rabiot zur Platzwahl treffen, entscheidet kein Münzwurf, sondern eine Kreditkarte über Anstoß und Seitenwahl. Geworfen nicht vom Schiedsrichter, sondern von einem Vertreter des Kartenunternehmens.
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Offline Superwetti

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #8 am: Freitag, 31.Aug.2018, 11:40:40 »
Sorry, aber da werd ich zum Povlsen. Kreisligafussball würd ich nur dann gucken, wenn ein guter Freund oder so da mitspielt oder man das eher als Anlass nimmt, sich alle paar Wochen da mit Kumpels zu treffen. Aber wegen des Sports? Never.

Wenn es um guten Sport gehen würdest dürftest du ja auch kein Fan vom FC geworden sein. Ich bin auch Fan meines Heimatvereins und die spielen mit der ersten in der Verbandsliga und die zweite ist jetzt von der Kreisliga in die Bezirksliga aufgestiegen, da kann ich fast genauso mitfiebern wie mein FC aber nur fast.
Am Wochenende verdiene ich mir ein paar Euro damit Kreisligaspiele zu besuchen, das ist "Arbeit" die mir Spaß macht. Da wird sich die Meinung auf den Kopf zugesagt, die Spieler und Trainer reden nach dem Spiel das was sie denken und keinen vorgefertigten Stuss und wenn der Ball im Netz zappelt, dann ist es ein Tor.
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Online mutierterGeißbock

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #9 am: Freitag, 31.Aug.2018, 11:58:03 »
Am Wochenende verdiene ich mir ein paar Euro damit Kreisligaspiele zu besuchen, das ist "Arbeit" die mir Spaß macht.
Wie verdienst du dir da ein paar Euro? Als Ordner?

Offline Superwetti

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #10 am: Freitag, 31.Aug.2018, 11:58:47 »
Wie verdienst du dir da ein paar Euro? Als Ordner?

Nein ich mache Fotos und schreibe Berichte.
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Offline lommel

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #11 am: Freitag, 31.Aug.2018, 12:09:52 »
Ich habe mich schon über den Artikel geärgert, als er in der Printausgabe veröffentlicht wurde. Ich habe sogar erstmals seit 5000 Jahren einen Leserbrief verfasst, weil ich den Artikel dreist finde. Und dann habe ich mich geärgert, weil der Kicker nur arschpudernde Leserbriefe abgedruckt hat. Jetzt ärgere ich mich auch noch hier. Denn:
Wer trägt denn eine Mitschuld an diesem ganzen Scheiß? Natürlich die Medien und natürlich auch der Kicker, das einstige Fachblatt. Einerseits spucken sie doch mit diesem Artikel in die Suppe, aus der sie löffeln - und das zu gerne. Und dann kann man - andererseits - fragen, wo denn die kritische Berichterstattung geblieben ist? Da sehe ich keinen Furz der Selbstreflexion. Schmadtke wird in Wolfsburg wieder medial hofiert, kritische Töne gab es erst, als er hier weg war. Die offensichtlichen Lücken bei uns (LOM) werden nicht angesprochen, da Schmadtkes Arsch jetzt in Wolfsburg ist und der von Veh gepudert werden muss. In derselben Ausgabe steht im Effzeh-Artikel (sinngemäß): "Veh kann man nicht widersprechen, wenn man sagt, dass der Kader besser als der in der letzten Saison sei."
Über den DFB den Stab zu brechen, schön und gut, aus der Distanz geht das. Wer hat denn die Klappe aufgemacht, als die ganzen Vögel vorgestern auf dem Podest saßen? Keiner. Da sind sie wieder in vertrauter Häppchen-Gesellschaft.
Und noch eins: In den letzten Jahren habe ich mich oft genug über Lußem geärgert. Was für eine Kicker-Kloake das mittlerweile ist, sehe ich daran: Tochter oder Mutter Lußem arbeitet dort, hat mir nämlich mal geantwortet (muss so ne Art Sekretärin dort sein). Der Sohnemann schreibt neben dem BWL-Studium für den Kicker. Und vermutlich tragen die Frettchen aus dem Kicker-Vorgarten auch nen "L" als Brandzeichen. Und dann stelle ich mir die Frage: Wie soll da qualitativer Journalismus entstehen, wenn es darum geht, vom Ochsen bis zur Kuh die ganze Familie unterzubringen?
Ich würde gerne Juliane Werding kennenlernen und würde mich freuen, wenn jemand den Kontakt herstellen könnte.

Offline Patrick Bateman

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #12 am: Freitag, 31.Aug.2018, 12:13:24 »
Nein ich mache Fotos und schreibe Berichte.

Hat man mir auch angeboten.
Allerdings soll ich für Kreis-bzw. Bezirksligaspiele etwa 50km fahren, bekomme aber lediglich die Spritkosten ersetzt.
Ehrlich gesagt, ist mir dafür der Sonntag zu schade, irgendwohin zu fahren, Mannschaften beobachten, die ich gar nicht kenne, bzw. wo ich keinen Zugang zu habe, um dann im Anschluss noch Berichte zu schreiben.
Prinzipiell schaue ich mir allerdings auch lieber ein Spiel zweier unterklassiger Teams an, als irgendein Spiel der Jogi-Kicker.
Die Maske meiner Zurechnungsfähigkeit droht herunter zu rutschen, weil in meinem Kopf ist jemand, den Du niemals siehst !

Offline Superwetti

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #13 am: Freitag, 31.Aug.2018, 12:19:54 »
Hat man mir auch angeboten.
Allerdings soll ich für Kreis-bzw. Bezirksligaspiele etwa 50km fahren, bekomme aber lediglich die Spritkosten ersetzt.
Ehrlich gesagt, ist mir dafür der Sonntag zu schade, irgendwohin zu fahren, Mannschaften beobachten, die ich gar nicht kenne, bzw. wo ich keinen Zugang zu habe, um dann im Anschluss noch Berichte zu schreiben.
Prinzipiell schaue ich mir allerdings auch lieber ein Spiel zweier unterklassiger Teams an, als irgendein Spiel der Jogi-Kicker.

Also ich muss keine 50 Kilometer fahren und bekomme auch mehr als das Spritgeld auch wenn man davon nicht Reich wird. Ich wäre am Wochenende eh auf dem Sportplatz, würde Eintritt bezahlen. So zahle ich keinen und bekomme noch was dafür, allerdings sind es dann natürlich meist nicht Spiele des Lieblingsvereins, dafür macht es trotzdem Spaß.
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Online mutierterGeißbock

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #14 am: Freitag, 31.Aug.2018, 12:24:57 »
Also ich muss keine 50 Kilometer fahren und bekomme auch mehr als das Spritgeld auch wenn man davon nicht Reich wird. Ich wäre am Wochenende eh auf dem Sportplatz, würde Eintritt bezahlen. So zahle ich keinen und bekomme noch was dafür, allerdings sind es dann natürlich meist nicht Spiele des Lieblingsvereins, dafür macht es trotzdem Spaß.
Und die Berichte erscheinen dann Montags in der Regionalzeitung oder für wen schreibst du die Berichte?

Offline Superwetti

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #15 am: Freitag, 31.Aug.2018, 12:26:05 »
Und die Berichte erscheinen dann Montags in der Regionalzeitung oder für wen schreibst du die Berichte?

Ja, so schaut es aus.
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Offline Müngersdorf

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #16 am: Freitag, 31.Aug.2018, 12:27:12 »
Ich habe mich schon über den Artikel geärgert, als er in der Printausgabe veröffentlicht wurde. Ich habe sogar erstmals seit 5000 Jahren einen Leserbrief verfasst, weil ich den Artikel dreist finde. Und dann habe ich mich geärgert, weil der Kicker nur arschpudernde Leserbriefe abgedruckt hat. Jetzt ärgere ich mich auch noch hier. Denn:
Wer trägt denn eine Mitschuld an diesem ganzen Scheiß? Natürlich die Medien und natürlich auch der Kicker, das einstige Fachblatt. Einerseits spucken sie doch mit diesem Artikel in die Suppe, aus der sie löffeln - und das zu gerne. Und dann kann man - andererseits - fragen, wo denn die kritische Berichterstattung geblieben ist? Da sehe ich keinen Furz der Selbstreflexion. Schmadtke wird in Wolfsburg wieder medial hofiert, kritische Töne gab es erst, als er hier weg war. Die offensichtlichen Lücken bei uns (LOM) werden nicht angesprochen, da Schmadtkes Arsch jetzt in Wolfsburg ist und der von Veh gepudert werden muss. In derselben Ausgabe steht im Effzeh-Artikel (sinngemäß): "Veh kann man nicht widersprechen, wenn man sagt, dass der Kader besser als der in der letzten Saison sei."
Über den DFB den Stab zu brechen, schön und gut, aus der Distanz geht das. Wer hat denn die Klappe aufgemacht, als die ganzen Vögel vorgestern auf dem Podest saßen? Keiner. Da sind sie wieder in vertrauter Häppchen-Gesellschaft.
Und noch eins: In den letzten Jahren habe ich mich oft genug über Lußem geärgert. Was für eine Kicker-Kloake das mittlerweile ist, sehe ich daran: Tochter oder Mutter Lußem arbeitet dort, hat mir nämlich mal geantwortet (muss so ne Art Sekretärin dort sein). Der Sohnemann schreibt neben dem BWL-Studium für den Kicker. Und vermutlich tragen die Frettchen aus dem Kicker-Vorgarten auch nen "L" als Brandzeichen. Und dann stelle ich mir die Frage: Wie soll da qualitativer Journalismus entstehen, wenn es darum geht, vom Ochsen bis zur Kuh die ganze Familie unterzubringen?
Haste recht.
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Online mutierterGeißbock

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #17 am: Freitag, 31.Aug.2018, 12:30:23 »
Ja, so schaut es aus.
Hört sich ganz gut an, wenn man für sein Hobby noch ein paar Taler bekommt.

Online mutierterGeißbock

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #18 am: Freitag, 31.Aug.2018, 12:38:00 »
Ich habe mich schon über den Artikel geärgert, als er in der Printausgabe veröffentlicht wurde. Ich habe sogar erstmals seit 5000 Jahren einen Leserbrief verfasst, weil ich den Artikel dreist finde. Und dann habe ich mich geärgert, weil der Kicker nur arschpudernde Leserbriefe abgedruckt hat. Jetzt ärgere ich mich auch noch hier. Denn:
Wer trägt denn eine Mitschuld an diesem ganzen Scheiß? Natürlich die Medien und natürlich auch der Kicker, das einstige Fachblatt. Einerseits spucken sie doch mit diesem Artikel in die Suppe, aus der sie löffeln - und das zu gerne. Und dann kann man - andererseits - fragen, wo denn die kritische Berichterstattung geblieben ist? Da sehe ich keinen Furz der Selbstreflexion. Schmadtke wird in Wolfsburg wieder medial hofiert, kritische Töne gab es erst, als er hier weg war. Die offensichtlichen Lücken bei uns (LOM) werden nicht angesprochen, da Schmadtkes Arsch jetzt in Wolfsburg ist und der von Veh gepudert werden muss. In derselben Ausgabe steht im Effzeh-Artikel (sinngemäß): "Veh kann man nicht widersprechen, wenn man sagt, dass der Kader besser als der in der letzten Saison sei."
Über den DFB den Stab zu brechen, schön und gut, aus der Distanz geht das. Wer hat denn die Klappe aufgemacht, als die ganzen Vögel vorgestern auf dem Podest saßen? Keiner. Da sind sie wieder in vertrauter Häppchen-Gesellschaft.
Und noch eins: In den letzten Jahren habe ich mich oft genug über Lußem geärgert. Was für eine Kicker-Kloake das mittlerweile ist, sehe ich daran: Tochter oder Mutter Lußem arbeitet dort, hat mir nämlich mal geantwortet (muss so ne Art Sekretärin dort sein). Der Sohnemann schreibt neben dem BWL-Studium für den Kicker. Und vermutlich tragen die Frettchen aus dem Kicker-Vorgarten auch nen "L" als Brandzeichen. Und dann stelle ich mir die Frage: Wie soll da qualitativer Journalismus entstehen, wenn es darum geht, vom Ochsen bis zur Kuh die ganze Familie unterzubringen?
Alles richtig. Aber warum sollten die auch allzu doll in die Hand beißen, aus der sie gefüttert werden? In der ganzen Fußballberichterstattung sind im letzten Jahrzehnt mit Sicherheit einige Jobs entstanden. Und in der Branche hat bestimmt keiner Lust darauf etwas daran zu ändern. Ist so ein Bericht vom Kicker dann irgendwie scheinheilig? Ja klar. Aber letztendlich sind wir ja alle scheinheilig. Wir (da bin ich ganz vorne mit dabei) meckern und meckern Woche für Woche über die Auswüchse des Fußballs um dann am Samstag 15:30 Uhr doch wieder vorm Fernseher zu sitzen oder halt beim spürbar anderen FC im Stadion.

Offline Venus von Milos

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #19 am: Freitag, 31.Aug.2018, 12:42:37 »
Ja, so schaut es aus.

Aus dem Bertha-von-Suttner-Sportpark berichtet für Sie: Superwetti.

Da däht mir voll einer abgehen.
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Offline KHHeddergott

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #20 am: Freitag, 31.Aug.2018, 12:47:41 »
Fußballberichterstattung

Würde ich ersetzen durch Vermarktung. Nichts anderes ist es ja. Berichterstattung klingt viel zu sehr nach Journalismus.
 
Bekanntlich sollte man alles im Leben einmal ausprobieren, außer Inzest und Volkstanz.
Stephen Fry

Online mutierterGeißbock

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #21 am: Freitag, 31.Aug.2018, 12:57:14 »
Würde ich ersetzen durch Vermarktung. Nichts anderes ist es ja. Berichterstattung klingt viel zu sehr nach Journalismus.
Es gibt ja durchaus auch vernünftige Angebote (zum Beispiel der Rasenfunk Podcast) in der Fußballberichterstattung. Ironischerweise kommen solche Inhalte in der Regel von Leuten die damit nicht hauptberuflich ihr Geld verdienen.

Offline KHHeddergott

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #22 am: Freitag, 31.Aug.2018, 13:02:03 »
Es gibt ja durchaus auch vernünftige Angebote (zum Beispiel der Rasenfunk Podcast) in der Fußballberichterstattung. Ironischerweise kommen solche Inhalte in der Regel nicht von Leuten die damit hauptberuflich ihr Geld verdienen.

Ebend. Deshalb sind die eher auch nicht Teil "der Branche". Interessant zu beobachten ist da der Eiertanz, den 11Freunde veranstaltet. Einerseits pflegt man noch den Ruf des eher unangepassten, alternativen Journalismus, andererseits unterscheiden sich Artikel und vor allem Interviews kaum von denen anderer Vermarktungspartner.
Weshalb, wie schon oft an anderen Stellen erwähnt, Journalismus im Sport nur da stattfindet, wo man vom Sport nicht abhängig ist. Also FAZ, Spiegel, Süddeutsche etc. Wa sim Umkehrschluss nicht heisst, daß jeder Artikel aus den jeweiligen Ressorts hoch- oder wenigstens höherwertig sein muss. Alles, was in den letzten Jahren an halbwegs Investigativem veröffentlicht wurde, stammt aber ausschliesslich aus diesen Quellen.
 
   
Bekanntlich sollte man alles im Leben einmal ausprobieren, außer Inzest und Volkstanz.
Stephen Fry

Offline Okudera

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #23 am: Freitag, 31.Aug.2018, 13:24:14 »
Ein seltenes ereignis, zwar zugegebenermaßen von polemik triefend und auch noch co-verfasst von Frank L., aber trotzdem lesenswert:

http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/730234/artikel_die-spielverderber-des-fussballs.html

ich persönlich hab hauptsächlich aufgrund der geldsummen die heute im fußball kursieren immer weniger bock, tatsächlich geht es schon in richtung gesamtgesellschaftliches problem, was die welt des fußballs alles an geld auffrisst und nie wieder ausspuckt.
Sorry. Ich muss Dich enttäuschen.
Frankie L. hat den folgenden Faz-Artikelhttp://www.faz.net/aktuell/sport/kommentar-zum-sponsorenwahn-rote-kreditkarte-15716803.html
vom 31. Juli 2018 einfach etwas umformuliert.
Inhalt ist gleich, selbst das Beispiel mit der Kreditkarte als Münzwurf hat er übernommen.Die journalistische bzw. intellektuelle Leistung von Frankie L. ist also nicht ganz so hoch einzuschätzen.



Offline Müngersdorf

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #24 am: Freitag, 31.Aug.2018, 13:41:21 »
Alles richtig. Aber warum sollten die auch allzu doll in die Hand beißen, aus der sie gefüttert werden? In der ganzen Fußballberichterstattung sind im letzten Jahrzehnt mit Sicherheit einige Jobs entstanden. Und in der Branche hat bestimmt keiner Lust darauf etwas daran zu ändern. Ist so ein Bericht vom Kicker dann irgendwie scheinheilig? Ja klar. Aber letztendlich sind wir ja alle scheinheilig. Wir (da bin ich ganz vorne mit dabei) meckern und meckern Woche für Woche über die Auswüchse des Fußballs um dann am Samstag 15:30 Uhr doch wieder vorm Fernseher zu sitzen oder halt beim spürbar anderen FC im Stadion.
Zum Thema Doppelmoral und Scheinheiligkeit:

Als ich meine aktive Fankarriere anfing, war ich so 15, 16 Jahre alt. Die ersten Male alleine in der Kurve und so weiter, wie das wohl bei den Allermeisten angefangen hat. Es gab damals Einlagespielen zwischen der FC Jugend und irgendwelcher regionaler Jugendteams. Dann begann man sich ab ca. 20 Minuten vor Spielbeginn mit den generischen Fans einzusingen. Damals ging das noch, weil die Stadionregie die Musik und die Werbung in halbwegs erträglicher Lautstärke transportierte. Irgendwann kamen dann die Cheerleader dazu ( nach wie vor unnötig #nohate). In Bochum begann dann die von mir wahrgenommene Durchkommerzialisierung, indem die Ecken auf der Anzeigentafel textlich und akustisch durch Werbepartner unterstützt wurden. Das steigerte sich dann mit doppelten Werbebanden, 3-D Teppichen seitlich der Tore und "Die Zuschauerzahl (*hust hust), die Einwechslung, das 1:0,...wird ihnen präsentiert von." Dazu kommen lustige Fanboxen, in denen jeder Hinz und Kunz seine Lieblingslieder zum Besten geben darf, irgendwelche Sponsorenspielchen, minutenlange Sicherheitshinweise, gleichgeschaltetes, qualitativ fragwürdiges Catering, schwachsinnigste Vereinsslogans, oder völlig abstruse Hashtags. und so weiter und so fort. Die Liste ist endlos erweiterbar.
Jetzt kann man natürlich sagen, man hat es sich doch selbst ausgesucht und muss das Spiel ja nicht mitmachen. Aber ich habe das Spiel so kennen- und lieben gelernt. Leute machen sich die Taschen voll, durch immer abstrusere Vermarktungsmaschen und TV-Verträge, um sich dann hinzustellen (Mitzlaff, Rangnick, Rummenigge, Spinner, Wehrle & Co) und zu schwadronieren, dass sei nun einmal der Lauf der Dinge und das ominöse Rad dreht man eben nicht mehr zurück. Klar, wenn man das Rad selbst antreibt, hat man auch keinerlei Interesse daran es zum stoppen zu bringen.
Deshalb finde ich mich/uns nicht scheinheilig. Das ist unser Sport und unser Spiel, von dem jeder Teilnehmer gut und sorglos leben kann, es sich aber eine Vielzahl an Leuten herauskristallisiert, die es über Gebühr betreiben und den Sport damit zerstören. Diese Blase wird nicht ewig aufrecht zu erhalten sein. Davon bin ich felsenfest überzeugt, Es rumort doch. Ganz, ganz langsam.
VORSTAND RAUS!

Offline facepalm

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #25 am: Freitag, 31.Aug.2018, 13:58:29 »
Diese Blase wird nicht ewig aufrecht zu erhalten sein. Davon bin ich felsenfest überzeugt, Es rumort doch. Ganz, ganz langsam.

bin völlig gegenteiliger meinung. der abgesang aufgrund der entfremdung und des großen geldeinsatzes wird schon jahrzehnte gesungen. letztens noch eine schöne doku über 74 gesehen. mensch was war da ein volkszorn angesagt weil die nm-spieler 100.000 mark prämie wollten während der arbeiter sich nicht mal zwei pullen korn leisten konnte.

fussball ist volkssport nr. 1. hier und in den meisten anderen ländern. so gut wie nichts wird daran etwas ändern. selbst größte skandale haben immer nur kurz einen einbruch verursacht. aus meiner sicht wird eher das gegenteil einer geplatzten blase passieren. je mehr geld, desto mehr berichterstattung, desto mehr werbung, desto größer das invest.

sky wurde schon so oft totgeschrieben, nichts davon ist passiert. der großteil der fussballinteressierten oder fans beschäftigt sich überhaupt nicht damit ob 50+1 fällt oder nicht (keine kritik, jeder wie er will), ob es noch mehr kommerz gibt oder nicht, ob es noch mehr konstrukte gibt oder nicht. spieltagszerstückelungen werden ausser vom typischen stadiongänger eher positiv aufgenommen weil man dann mehr sehen kann. rb und co. werden positiv auffgenommen weil sie geld und tollen fussball bringen und weil der neidfaktor gegenüber den bayern da ist. jedes jahr wird einer neuer transferrekord gebrochen, das bringt aufmerksamkeit, das bringt werbeeinnahmen, das ist ein einziger kreislauf des geldes.

was sollen die gegenteiligen anzeichen für ein platzen sein? das die einschaltquoten mal nicht so prickelnd waren? selbst wenn man das als argument nimmt, sind sie eben in liga zwei besser. in der gesamtheit nimmt sich das wohl eher nichts. ich sehe nicht mal eine blase. wo soll die sein und wer platzt da? hopp oder abramowitsch? das tv? selbst wenn irgendwann investoren die lust an der macht verlieren wird es sich allerhöchstens wieder zurück verschieben. bayern bleibt trotzdem reich. und es wird immer leute geben die von ausserhalb in dieses produkt investieren, dafür ist zu viel langeweile auf der welt und die chance auf medialen ruhm zu groß.

ich selbst würde mir ja auch wünschen das plötzlich der große knall passiert, das alle zur besinnung kommen und es wieder in vielem so ist wie früher, aber ich sehe nicht den hauch einer chance dafür.

Offline Müngersdorf

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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #26 am: Freitag, 31.Aug.2018, 14:10:40 »
bin völlig gegenteiliger meinung. der abgesang aufgrund der entfremdung und des großen geldeinsatzes wird schon jahrzehnte gesungen. letztens noch eine schöne doku über 74 gesehen. mensch was war da ein volkszorn angesagt weil die nm-spieler 100.000 mark prämie wollten während der arbeiter sich nicht mal zwei pullen korn leisten konnte.

fussball ist volkssport nr. 1. hier und in den meisten anderen ländern. so gut wie nichts wird daran etwas ändern. selbst größte skandale haben immer nur kurz einen einbruch verursacht. aus meiner sicht wird eher das gegenteil einer geplatzten blase passieren. je mehr geld, desto mehr berichterstattung, desto mehr werbung, desto größer das invest.

sky wurde schon so oft totgeschrieben, nichts davon ist passiert. der großteil der fussballinteressierten oder fans beschäftigt sich überhaupt nicht damit ob 50+1 fällt oder nicht (keine kritik, jeder wie er will), ob es noch mehr kommerz gibt oder nicht, ob es noch mehr konstrukte gibt oder nicht. spieltagszerstückelungen werden ausser vom typischen stadiongänger eher positiv aufgenommen weil man dann mehr sehen kann. rb und co. werden positiv auffgenommen weil sie geld und tollen fussball bringen und weil der neidfaktor gegenüber den bayern da ist. jedes jahr wird einer neuer transferrekord gebrochen, das bringt aufmerksamkeit, das bringt werbeeinnahmen, das ist ein einziger kreislauf des geldes.

was sollen die gegenteiligen anzeichen für ein platzen sein? das die einschaltquoten mal nicht so prickelnd waren? selbst wenn man das als argument nimmt, sind sie eben in liga zwei besser. in der gesamtheit nimmt sich das wohl eher nichts. ich sehe nicht mal eine blase. wo soll die sein und wer platzt da? hopp oder abramowitsch? das tv? selbst wenn irgendwann investoren die lust an der macht verlieren wird es sich allerhöchstens wieder zurück verschieben. bayern bleibt trotzdem reich. und es wird immer leute geben die von ausserhalb in dieses produkt investieren, dafür ist zu viel langeweile auf der welt und die chance auf medialen ruhm zu groß.

ich selbst würde mir ja auch wünschen das plötzlich der große knall passiert, das alle zur besinnung kommen und es wieder in vielem so ist wie früher, aber ich sehe nicht den hauch einer chance dafür.
Zur Blase: Es wird inzwischen so unfassbar viel Geld in die TV Verträge gesteckt. So viele Abos und Trikots und Werbung kann man doch gar nicht MEHR verkaufen, um das zu refinanzieren. Das ist doch kein Kreislauf mehr, sondern ein Zuschussgeschäft.
VORSTAND RAUS!

Offline facepalm

  • effzeh-fan
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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #27 am: Freitag, 31.Aug.2018, 14:18:15 »
Zur Blase: Es wird inzwischen so unfassbar viel Geld in die TV Verträge gesteckt. So viele Abos und Trikots und Werbung kann man doch gar nicht MEHR verkaufen, um das zu refinanzieren. Das ist doch kein Kreislauf mehr, sondern ein Zuschussgeschäft.

ich weiß nicht. selbst wenn es so wäre zahlen du und ich das. aber im normalfall sehen wir bei uns doch nur den ausschuss den andere bereits hinter sich haben. ich hab jetzt keine ahnung vom amerikanischen sport, würde aber mal vermuten das da das tv ganz andere summen zahlt (natürlich gibt es da auch einen anderen pay-tv-markt aber das bedeutet ja nicht das wir den nicht auch noch bekommen, auf dem weg ist man ja mit dazn und co. schon). das was in amerika gezahlt wird findet dann nachahmer in england. das hätten diejenigen die das aushandeln auch gern hier und davon sind wir noch mindestens mal zwei drittel entfernt. 

natürlich sind das eigentlich alles nicht zu vergleichende beispiele, aber auch bei den tv-einnahmen sieht man nach jeder verhandlungsrunde tränenüberströmte intendanten. zahlen tun sie trotzdem.

es kann durchaus sein das es sich nicht rechnet (wobei man da ja auch immer die börse beachten muss). würde sich aber bspw. jetzt sky übernehmen, stünde ein anderer bereit um zu zahlen. war doch damals mit arena oder wie der laden hieß nicht anders. ich befürchte deshalb du wirst das platzen der vermeintlichen blase noch etwas hinaussschieben müssen.

Offline Superwetti

  • effzeh-fan
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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #28 am: Freitag, 31.Aug.2018, 14:19:11 »
bin völlig gegenteiliger meinung. der abgesang aufgrund der entfremdung und des großen geldeinsatzes wird schon jahrzehnte gesungen.

Ich denke aber schon das es so langsam los geht, man merkt es ja nicht mehr nur hier im Forum sondern die Entfremdung wird allgemein größer. Ich schaue mir die Spiele vom FC noch voller Euphorie an aber der Rest geht mir mittlerweile mehr oder weniger am Arsch vorbei. Vielleicht habe ich Sonntags wenn ich einen Bericht schreibe noch ein Spiel im Hintergrund laufen, wenn die Kinder nichts anderes gucken wollen aber ansonsten schaue ich mir maximal noch Zusammenfassungen an. Gerade habe ich mit drei Kollegen gesprochen die allesamt ihr Sky Abo nicht mehr verlängert haben. Und der Zuschauerrückgang am ersten Spieltag war ja schon recht stark, das war ja nicht eine geringe Abweichung.

Gerade eine mail bekommen mit der neuen Championsleague bei Sky. Hörte sich nach was neuem tollen an. Im prinzip haben sie nur verkafut das es jetzt pro SPieltag 2 Spiele mit deutscher Beteiligung gibt. 5 mal Bayern, 4 mal Dortmund, 2 mal Schalke und 1 mal Hoffenheim. Du wirst also jetzt als Fan von Hoffenheim und Schalke quasi zu 3 Abos gezwungen um die Spiele deiner Mannschaft sehen zu können, ich glaube das wird alles weniger werden.
"Fürze sind wie stinkende Fingerabdrücke!" Zitat Venus Privatfreundin Mai

Offline Müngersdorf

  • effzeh-fan
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Re: Ein guter Kicker-Artikel zur lage des fußballs
« Antwort #29 am: Freitag, 31.Aug.2018, 14:20:28 »
Frustrierend.
VORSTAND RAUS!