Autor Thema: Investor zum Effzeh?  (Gelesen 5816 mal)

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Offline Yassir_Zaccaria

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Investor zum Effzeh?
« am: Dienstag, 03.Feb.2015, 17:37:11 »
Da das ja jetzt schon mehrfach von unseren Verantwortlichen angesprochen wurde, und mich hier eure Meinung interessiert:


Jüngst hat Alexander Wehrle angemerkt, dass der FC mit dem Einstieg eines Investors liebäugelt. Spinners letzte Aussage dazu war glaube ich, dass man den richtigen Zeitpunkt abwarten möchte. Ich meine mich auch zu erinnern, dass mal gesagt wurde, das man vorher aber auf jedenfall die Mitglieder befragen würde.

Dazu Zitat aus der Satzung:
Zitat

§21.3Der Vorstand bedarf im Innenverhältnis der Zustimmung der Mitgliederversammlung
mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen bei einer Maßnahme, die dazu führen würde, dass ein Dritter insgesamt mehr als 25 Prozent der Anteile an der 1. FC Köln Verwaltungs GmbH oder der 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA hielte.......Und das mit dem Gemeinsamen Ausschuss ist eine Satzungänderung


§ 25 Gemeinsamer Ausschuss
Neu eingefügter Punkt:Der Vorstand benötigt die Zustimmung des Gemeinsamen Ausschusses für...k. Maßnahmen, die dazu führen dass ein Dritter Anteile an der 1. FC Köln Verwaltungs- GmbH oder der 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA hält oder seine Anteile erhöht

Wie seht ihr das? Steht ihr einem Investor wohlgesonnen gegenüber? Werden wir selbst zum Plastikverein? Ist es überhaupt noch möglich erfolgreichen Fußball ohne Konzern/Investor/Mäzen zu spielen?
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Online tioman

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #1 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 17:45:07 »
Tja, das ist eine sehr schwierige und komplizierte Frage mit weitreichenden Folgen, die wahrscheinlich keiner von uns so richtig beurteilen bzw. abschätzen kann.
Ich nehme mal an, dass eine erfolgreiche Zukunft ohne einen Investor nicht möglich sein wird, in einem Umfeld, in dem zunehmend alle anderen Vereine auch einen solchen Weg gehen werden, bzw. schon gegangen sind.
Daher wird (neben dem schon angesprochenen Timing) die entscheidende Frage nicht sein, ob man einen Investor rein läßt, sondern mit wem man diesen Weg gehen möchte und wie das Konstrukt dann im Detail aussehen wird.

Offline koelner

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #2 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 17:47:51 »
Aktuell ist es wohl kein Thema, da man sich ja erst in der Bundesliga etablieren und den Schuldenabbau deutlich vorantreiben muss.


Prinzipiell muss man sich dem wohl früher oder später öffnen. Ich hätte aber kein Interesse an einem Modell wie bei 1860 (Scheich), HSV (Privatmacker, der sich wichtig machen will und nach Macht strebt ohne Ahnung zu haben) oder Hertha (Hedge-Fonds, die nur an kurzfristigen Erfolgen interessiert sind). Wenn würde ich eine "Partnerschaft" wie beispielsweise den Bayern Wünschen... Selbst das tut mir weh und ich blicke dem mit einem weinenden Auge entgegen.
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Online rusk

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #3 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 17:48:23 »
Lass uns erstmal die Wimmer-Millionen kassiert haben. Dann kräht kein Hahn mehr nach Investoren. :cool:
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Offline FC_Maniac

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #4 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 17:53:10 »
Sehr schwieriges, aber wichtiges Thema. Wenn man die Sache emotional betrachtet muss man sagen niemals. Realistisch und zukunftorientiert gesehen führt daran fast kein Weg mehr vorbei. Vieleicht noch eine AG als Alternative. Mit Glück und guter Arbeit werden es auch Vereine ohne Finanz Boost schaffen, die 1 Liga zu halten. Aber wirklich sportlichen Erfolg wird es in 10 Jahren selbstgemacht nicht mehr geben.
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Online PoldiKS

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #5 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 17:54:46 »
Der Wehrle macht einfach einen klasse Job! Die Pressekonferenz zeigt zum wiederholten Mal, dass der Mann sein Fach versteht. Er ist Profi und spiegelt die positive Stimmung im Verein bestens wieder. Wenn dann im Sommer noch Transfererlöse dazu kommen, sieht unsere Zukunft wirklich rosig aus. Jetzt bitte 6 Punkte und (fast) alles ist schön :-)

Offline frankissimo

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #6 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 17:57:29 »
Früher war ich komplett gegen Investoren. Heute ist unserer Verein von der Mitgliederbeteiligung an der Entscheidung gerade nach der letzten MV ganz anders aufgestellt.
Denkbar ist alles.
Allerdings halte ich den Zeitpunkt für vollkommen falsch. Das musst Du machen, wenn Du sportlich und wirtschaftlich ganz oben bist und Anteile zu Superpreisen verhökern kannst und Dir diese Partner auch langfristig etwas geben wollen und können. Beispiel Bayern München. Strikt gegen bin ich gegen Modelle wie Hertha oder HSV. Da ist nur eine weiterentwickelte Form von Verschuldung. Lächerlich was der HSV erzielt hat.
Das ist ähnlich wie bei einem Börsengang. Man muss das Geld für Weiterentwicklung benötigen aber nicht so dastehen das man nicht dafür bekommt.
JETZT oder bald wäre also verkehrt.     

Offline Yassir_Zaccaria

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #7 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 17:58:35 »
Der Wehrle macht einfach einen klasse Job! Die Pressekonferenz zeigt zum wiederholten Mal, dass der Mann sein Fach versteht. Er ist Profi und spiegelt die positive Stimmung im Verein bestens wieder. Wenn dann im Sommer noch Transfererlöse dazu kommen, sieht unsere Zukunft wirklich rosig aus. Jetzt bitte 6 Punkte und (fast) alles ist schön :-)
Jo falscher Thread!
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Offline Hassia-Colonia

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #8 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 18:09:59 »
Sehr schwieriges, aber wichtiges Thema. Wenn man die Sache emotional betrachtet muss man sagen niemals. Realistisch und zukunftorientiert gesehen führt daran fast kein Weg mehr vorbei. Vieleicht noch eine AG als Alternative. Mit Glück und guter Arbeit werden es auch Vereine ohne Finanz Boost schaffen, die 1 Liga zu halten. Aber wirklich sportlichen Erfolg wird es in 10 Jahren selbstgemacht nicht mehr geben.

Unser Profiberreich ist doch schon in eine KgaA ausgegliedert und ein Investor würde sich über den Kauf von Anteilen an dieser Gesellschaft am Verein beteiligen, oder sehe ich das falsch?

Ich bin auch der Meinung, dass zuünftiger Erfolg ohne Investor wohl immer schwerer wird. Allerdings muss man sich den richtigen Investor suchen (wie schon koelner beschrieben hat).

Ich denke die Verantwortlichen gehen da den richtigen Weg: Warten, bis sich der Verein konsolidiert hat und die Anteile zu einem angemessen Preis veräußert werden können. Auch denke ich, dass sie ein aktzeptables Modell vorlegen werden können, wie das aussieht, keine Ahnung, aber da habe ich volles vertrauen.

Toll finde ich das ganze nicht, kein bock auf den Scheiß

Offline Sprühwurst

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #9 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 18:12:56 »
Die bisherigen Beispiele sorgen nicht dafür, dass ich irgendwem freudestrahlend Anteile in den Rachen werfen würde....

Offline StrOnzO

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #10 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 18:15:00 »
Aber was kommt dann nachdem man 49% der Anteile verkauft hat? Werden ja kaum einen Partner finden der uns einfach aus Spaß immer mehr rein buttert. Von daher ist es meiner Meinung nach gar nicht entscheidend, DASS man Anteile verkauft, sondern wann. Wirkliche Unterschiede werden sich nur im Wert festmachen lassen, die meisten Vereine werden alles raushauen was geht über kurz oder lang (rechne mit 15-20 Jahren).
Wichtig wird es dann sein wie viel man bekommt und was man damit anstellt. Schaut man sich die Bayern als Positivbeispiel an kann man das als Vorbild nehmen. Anteile verkaufen, Stadion abbezahlen. Negativbeispiel wäre der HSV, Anteile verkaufen Schulden umstrukturieren, neue machen. Mal ganz einfach gesagt.
Warum jetzt alle meinen um sportlich mithalten zu können muss man da mitmachen leuchtet mir nicht ein. Im Endeffekt wird es eine große Einmalzahlung sein.
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Offline Oxford

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #11 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 18:15:53 »
Wie schon andere vor mir schrieben: WENN es einen Investor geben muss, dann soll es bitte eine langfristig angelegte, vertrauensvolle Partnerschaft sein, die v.a. in Sachen Infrastruktur/Jugend was bringt. Am besten mit einem großen (lokalen) Traditionsunternehmen (meinetwegen REWE oder Ford).

Was ich nicht sehen wollen würde, wären kurzfristige Geld-Zuschüsse, die dann für Transfers oder Handgelder verballert werden.
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Offline Kopfschmerztablette

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #12 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 18:23:11 »
Ouhja, sieht man ja in Hamburg, bei 60 und Hertha wie toll das ganze ist. Mit dem Rest Bayern und BVB können wir uns eh nicht vergleichen - auch nicht die nächsten Jahre.


Ich bin absolut dagegen. Lieber spiel ich in Liga 2 gegen Dresden, KSC, Bremen, Stuttgart und die Orks als den Verein zu verkaufen und für ne kurze Zeitspanne mal den Wolfsburger oder Pillen auf den Fersen zu sein...

Offline Hassia-Colonia

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #13 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 18:24:37 »
Aber was kommt dann nachdem man 49% der Anteile verkauft hat? Werden ja kaum einen Partner finden der uns einfach aus Spaß immer mehr rein buttert. Von daher ist es meiner Meinung nach gar nicht entscheidend, DASS man Anteile verkauft, sondern wann. Wirkliche Unterschiede werden sich nur im Wert festmachen lassen, die meisten Vereine werden alles raushauen was geht über kurz oder lang (rechne mit 15-20 Jahren).
Wichtig wird es dann sein wie viel man bekommt und was man damit anstellt. Schaut man sich die Bayern als Positivbeispiel an kann man das als Vorbild nehmen. Anteile verkaufen, Stadion abbezahlen. Negativbeispiel wäre der HSV, Anteile verkaufen Schulden umstrukturieren, neue machen. Mal ganz einfach gesagt.
Warum jetzt alle meinen um sportlich mithalten zu können muss man da mitmachen leuchtet mir nicht ein. Im Endeffekt wird es eine große Einmalzahlung sein.

Naja, wenn man wie die Bayern 8,33% für 110 Mio. verkaufen kann, ist das denke ich schon ganz hilfreich. Soll nicht heißen, dass ich uns in der Lage sehe das zu tun können, für alle die, die mitlesen und denken, die Kölner sind wieder übermütig.

Offline Yassir_Zaccaria

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #14 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 18:34:58 »
So weit ich weiß, muss die Mitgliederversammlung dem zustimmen.
Habs mal angefügt!
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Online MichaFC1948

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #15 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 18:37:24 »
Unser Profiberreich ist doch schon in eine KgaA ausgegliedert und ein Investor würde sich über den Kauf von Anteilen an dieser Gesellschaft am Verein beteiligen, oder sehe ich das falsch?

Meines Wissens nach hält der 1. FC Köln 01/07 e.V. 100% der Anteile an der 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA. Somit würde ein potentieller Investor dem Verein wohl Anteile an der KGaA abkaufen.
NEIN zu RB!!!

Online MichaFC1948

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #16 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 18:46:10 »
Ich vertrete die gleiche Meinung wie Kopfschmerztablette. Der Verkauf von Anteilen käme für mich dem Verkauf der Seele gleich. Wir würden uns nur zu einer von vielen Nutten machen. Ich möchte an dieser Stelle unseren Ex-Keeper Faryd Mondragon zitieren, der es einmal (wenn auch in einem anderen Zusammenhang) passend formuliert hat: "It's the people's club."

Ich weiß, dass ich mit dieser Meinung mehr und mehr alleine dastehe. Aber was diesen Punkt angeht bin ich nun mal "radikal traditionell".
NEIN zu RB!!!

Offline koelner

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #17 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 18:49:03 »
Habs mal angefügt!

Ist aber nicht richtig, der "Gemeinsame Ausschuss" muss einem Verkauf von Anteilen an Dritte, bzw. die Erhöhung von Anteilen eines Dritten zustimmen. Die Mitgliederversammlung müsste nur zustimmen, wenn mehr als 25%(?) verkauft werden sollte.
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Offline Yassir_Zaccaria

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #18 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 18:53:30 »
Ist aber nicht richtig, der "Gemeinsame Ausschuss" muss einem Verkauf von Anteilen an Dritte, bzw. die Erhöhung von Anteilen eines Dritten zustimmen. Die Mitgliederversammlung müsste nur zustimmen, wenn mehr als 25%(?) verkauft werden sollte.
Am besten wäre wenn wir irgendeine Quelle hätten. Hast du da irgendwas oder weißt du noch wo du das gehört/gelesen hast?
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Offline koelner

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #19 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 19:02:33 »
Am besten wäre wenn wir irgendeine Quelle hätten. Hast du da irgendwas oder weißt du noch wo du das gehört/gelesen hast?

§21.3
Der Vorstand bedarf im Innenverhältnis der Zustimmung der Mitgliederversammlung

mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen bei einer Maßnahme, die dazu führen würde, dass ein Dritter insgesamt mehr als 25 Prozent der Anteile an der 1. FC Köln Verwaltungs GmbH oder der 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA hielte.......


Und das mit dem Gemeinsamen Ausschuss ist eine Satzungänderung


§ 25 Gemeinsamer Ausschuss
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Der Vorstand benötigt die Zustimmung des Gemeinsamen Ausschusses für...
k. Maßnahmen, die dazu führen dass ein Dritter Anteile an der 1. FC Köln Verwaltungs- GmbH oder der 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA hält oder seine Anteile erhöht
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Offline K85M

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #20 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 19:27:49 »
Nach der aktuellen Lage kann ich mich Kopfschmerztablette und MichaFC nur anschliessen.

Jedweder Einstieg eines Investors bringt uns auch nur einen einmalige Kapitalzuschuß. Mit Konstrukten wie Leverkusen, VW, Red Bull,Audi oder SAP können wir dadurch auf lange Sicht trotzdem nicht mithalten.
Das Modell eines Investors der Anteile kauft ist nunmal begrenzt und verliert seinen Sinn, sobald es jeder Verein gemacht hat. Es erhöht im Endeffekt nur die Höhe des Geldflußes in der Bundesliga, an der Verteilung ändert es nur etwas wenn ein Verein einen unter- oder überdurchschnittlichen Deal macht.

Da begleite ich meinen Verein lieber früher in die 2te Liga als 3,4 Jahre länger in einer Liga voller Konstrukte zu spielen und dann trotzdem abzusteigen.

Offline Gunslinger

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #21 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 19:32:38 »
Bringt uns nur nichts, wenn wir auf Dauer auch nicht in Liga 2 bleiben, wenn sich immer mehr Investoren überall einmischen, um in Schönheit zu sterben. Man wird ja nicht direkt zum seelenlosen Club, je nachdem, wer einem in welcher Form hilft. Wenn man so ein hoffnunfsloser Fußballromantiker ist, muss man halt einige Ligen tiefer Fußball gucken. Das heißt übrigens nicht, dass ich die Entwicklung toll finde, im Gegenteil!

Offline Double 1978

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #22 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 19:38:40 »
ich würde sagen, wir sollten die bayern mal aussen vor lassen, d.h. nicht als beispiel nehmen. die haben den sportlichen erfolg vorher schon jahrelang gehabt und sind dann durch die anteilsverkäufe, die nochmal richtig geld in die kasse brachten, noch stärker geworden.
dortmund als börsenverein sollten wir auch nicht als beispiel nehmen. die hätten eigentlich schon lange tot sein müssen. (aber nicht weil ich das wollte)
wir können als beispiel nur die schon genannten nehmen (HSV, 60, Hertha).
kein verein, weder diese drei, noch ein anderer "traditionsverein" wird in nächster zeit soviel erfolg haben, dass man anteile richtig teuer verkaufen kann. und unter erfolg verstehe ich platz 1-4, aber eigentlich mehr platz 1 und das öfter, weil eine schwalbe macht bekanntlich noch keinen sommer. und der DFB-Pokal sollte mal gewonnen werden.
selbst wenn man einen investor findet, und andere vereine auch, werden die werksvereine auch wieder mehr geld bekommen, und die spielen ja jetzt schon um die CL-Plätze mit (kontinuierlich immer Lev)
ich halte einen investor nicht für zielführend, da wie beschrieben, keine "leistungssteigerung" in dem maße erfolgen wird, um die ausgaben wieder reinzuholen.
wenn man nach england schaut, dann hat abramowitsch für chelsea 1 Milliarde euro ausgegeben, um die CL zu gewinnen. und das halte ich für wahnsinn. nur um "sich selbst zu befriedigen".
und auf verkäufe des 1.FC Köln nach belieben des besitzers, dazu noch namensumbenennung oder änderung der FArben und maskottchen oder was dem auch immer so einfallen mag, darauf hab ich keinen bock.


Fazit: wenn man investoren ins boot holt, dann bestimmt nur, weil es alle machen. ne richtige wirkung wird es nicht geben.


 
"Manche von den Jungs haben eine Berufsauffassung wie die Nutten von St.Pauli. Die rauchen, saufen und huren rum, gehen morgens um 6 Uhr ins Bett und haben am nächsten Tag ein Spiel."  Eduard Geyer

Offline Oxford

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #23 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 20:05:12 »
Da orientiere ich mich lieber an Gladbach. Die kriegen es hin, sich da oben festzusetzen, ohne sich à la HSV oder Hertha zu verkaufen. Das ist schon aller Ehren wert. Und ich wüßte nicht, wieso das unser FC nicht auch schaffen können sollte. Solange es Teams gibt, die es ohne Investor schaffen, sollte man dem Ganzen kritisch gegenüber stehen, finde ich.
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Offline J_Cologne

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #24 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 20:13:56 »
Da das ja jetzt schon mehrfach von unseren Verantwortlichen angesprochen wurde, und mich hier eure Meinung interessiert:


Jüngst hat Alexander Wehrle angemerkt, dass der FC mit dem Einstieg eines Investors liebäugelt. Spinners letzte Aussage dazu war glaube ich, dass man den richtigen Zeitpunkt abwarten möchte. Ich meine mich auch zu erinnern, dass mal gesagt wurde, das man vorher aber auf jedenfall die Mitglieder befragen würde.

Dazu Zitat aus der Satzung:
Wie seht ihr das? Steht ihr einem Investor wohlgesonnen gegenüber? Werden wir selbst zum Plastikverein? Ist es überhaupt noch möglich erfolgreichen Fußball ohne Konzern/Investor/Mäzen zu spielen?

Bin gegen jeden Investor
RedBull schmeckt mir nicht

Offline weisweiler

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #25 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 21:05:19 »
Da orientiere ich mich lieber an Gladbach. Die kriegen es hin, sich da oben festzusetzen, ohne sich à la HSV oder Hertha zu verkaufen. Das ist schon aller Ehren wert. Und ich wüßte nicht, wieso das unser FC nicht auch schaffen können sollte. Solange es Teams gibt, die es ohne Investor schaffen, sollte man dem Ganzen kritisch gegenüber stehen, finde ich.

Schlimm, schlimm, schlimm. Wir müssen uns sportlich und wirtschaftlich an Ostholland orientieren. Die vor knapp 4 Jahren nur mit viel Dusel in der Liga geblieben sind, statt verdient abzusteigen.

Das ist bitter. Zeigt aber auch, dass man an einem Fußballstandort mit viel Potential schnell nach oben aufschließen kann. Wenn die Vereinsstruktur stimmt und die sportlich und wirtschaftlich Verantwortlichen das Potential nutzen. Dazu braucht es keinen Investor.

Kann sich natürlich ändern. VW, Red Bull, Audi und die Pillen, und es können immer auch noch neue Werbemaßnahmen dazukommen. Was VW gerade macht ist Geldverbrennung erster Güte, aber die können sich das leisten, und sie stehen oben. So lange die Aktionäre mitmachen und es dem Konzern gut geht funktioniert das. Gegen solche Vereine ist auch mit gutem Management nur schwer langfristig anzukommen.
Ich hab gerade mal geschaut - VW hat seit der Meisterschaft 08/09 133 Millionen Transferminus gemacht, ohne nennenswerte Einnahmen über internationale Wettbewerbe. Mit mickrigen Zuschauereinnahmen und ohne nennenswertes Merchandising. Mit aufgeblähtem, megateueren Kader. Das ist eigentlich unfassbar. Und da ist Red Bull noch weit von entfernt - holt aber sicherlich schnell auf.

Aber ich glaube, dass man mit dem richtigen Knowhow zumindest mit Investorenclubs wie HSV, Schalke oder Hertha mithalten kann. Weil da die Geldgeber durch den Fußball selber etwas verdienen wollen. Und das ist bei Fußballvereinen nicht berechenbar und birgt hohe Risiken.

Ich bin mir sicher, dass du zu Hause auf die Waage kaggst, bevor du es entsorgst!

Offline ibolis

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #26 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 21:13:04 »
Ich bin mir ziemlich sicher, dass falls es zu einer Abstimmung bei einer JHV kommt diese ganz klar pro Investor ausgehen wird. Jetzt gibt es noch viele die dagegen sind. Wenn dann aber mal 50 Millionen ausgerufen werden und dann noch von der Presse mit hochkarätigen Spielern jongliert wird dann erblinden doch viele in der Sehnsucht nach alten Zeiten.  :?

Offline Alci

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #27 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 21:15:05 »
Ich bin mir ziemlich sicher, dass falls es zu einer Abstimmung bei einer JHV kommt diese ganz klar pro Investor ausgehen wird. Jetzt gibt es noch viele die dagegen sind. Wenn dann aber mal 50 Millionen ausgerufen werden und dann noch von der Presse mit hochkarätigen Spielern jongliert wird dann erblinden doch viele in der Sehnsucht nach alten Zeiten.  :?

Davon gehe ich auch aus. Zumindest wenn es ein "beliebter" Sponsor/Investor ist und kein Kameltreiber.

Denn das hat noch nie funktioniert.
"Doch, wenn man Präsident ist muss man auch Verantwortung übernehmen, von den Würstchen bis zu den Finanzen!" - Werner Spinner

Offline ibolis

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #28 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 21:27:55 »
Davon gehe ich auch aus. Zumindest wenn es ein "beliebter" Sponsor/Investor ist und kein Kameltreiber.

Denn das hat noch nie funktioniert.

Dein Wort in Gottes Gehörgang! :tu:
So sicher bin ich mir inzwischen leider nicht mehr. Wernze hatte auch nach all dem Driss noch sehr sehr viele Anhänger und sogar noch jetzt. Das Forum ist meistens gemäßigt, hier sind Leute die beschäftigen sich tiefer mit dem FC und auch den Hintergründen. Hier weiß man auch weitestgehend was bei Hoffenheim, Leipzig und Co. abläuft und die Mehrheit kennt zumindest etwas die rechtlichen Hintergründe. LEIDER bilden die Foren damit nicht die Meinung der Allgemeinheit ab. Jede von den letzten JHV die ich besucht habe war ich immer schockiert wie viele dumme Ja-Sager unser Verein doch hat. Bisschen Zucker um das Näschen und es läuft...

Offline Double 1978

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Re: Investor zum Effzeh?
« Antwort #29 am: Dienstag, 03.Feb.2015, 21:42:40 »
Ich bin mir ziemlich sicher, dass falls es zu einer Abstimmung bei einer JHV kommt diese ganz klar pro Investor ausgehen wird. Jetzt gibt es noch viele die dagegen sind. Wenn dann aber mal 50 Millionen ausgerufen werden und dann noch von der Presse mit hochkarätigen Spielern jongliert wird dann erblinden doch viele in der Sehnsucht nach alten Zeiten:?
wenn damit, bzw mit dem letzten fettgedruckten "gelockt" wird, dann wollen das natürlich alle.
wenn man aber 1-2 nächte zeit hat um darüber zu schlafen und sich das mal durch den kopf gehen lassen kann und ersthaft pro und kontra abwiegt, dann muß man absolut dagegen stimmen.
zumal man ja schon die beispiele HSV, 60, und hertha hat.
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