Autor Thema: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)  (Gelesen 494219 mal)

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Offline veedelbock

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Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« am: Freitag, 10.Feb.2012, 18:40:43 »
Ich bin dem Vorschlag von Conjulio gefolgt, einen neuen Thread zu eröffnen, sowie den Usern, die zu Recht sagten, daß dies besser in den Finanzthread paßt.

Die Quellensammlung wird auch für die Zukunft aktualisiert!


Dieser Post soll auch als Nachschlagewerk gedacht sein. Fasziniert fiel mir auf, mit welcher Leidenschaft wir uns hier selbst zum wohl langweiligsten Thema der Welt, die Finanzen des FC, "nur" aus Angst um den Club, ausführlich austauschen. Über 1800 Antworten und bald 34.ooo Aufrufe, einfach unglaublich und einmalig. Trotzdem ahbe ich den CH Thread gewählt, da er der Verantwortliche ist und es hier wohl auch bei Bedarf leichter zu finden ist.

Da einige aber immer wieder nur die neuste Meldung isoliert sehen und deshalb gar nicht die Sorgen verstehen, die dort von vielen Usern geäußert werden, habe ich mich mal daran gemacht, diese ausführliche Quellensammlung zu erstellen. Denn erst in diesem chronischen Überblick wird endgültig deutlich, wie sehr wir mündigen Fans und Mitglieder mit plumper Beruhigungsrhetorik schon lange ruhig gehalten werden. Mit gleichzeitiger Wulf Taktik, daß sich Phrasen plötzlich verändern, wenn ein neuer veröffentlichter Status Quo erreicht ist.

Ein Beispiel, vor gar nicht langer Zeit hieß es noch, daß  selbst bei einem Abstieg ein Etat aufgestellt werden könnte, der zum direkten Wiederaufstieg nötig ist. Daraus ist inzwischen geworden, "ein Abstieg wäre eine Katastrophe!"

Man muß nur die Augen auf machen und schauen was der FC für finanzielle Transaktionen vollzogen hat, um weiterhin Gelder ausgeben zu können, die entweder Fremdkapital oder Einnahmen aus der Zukunft beinhalten. Wenn man dann noch auf veränderte Rhetorik achtet, wird einem schnell klar, wie sehr der FC an den finanziellen Abgrund gewirtschaftet wurde.

Einige Dinge waren mir auch schlicht noch nicht bekannt.

Wußtet Ihr z. B., daß der FC im Dezember schon zum dritten Mal in den letzten Jahren einer DFL Aufforderung nach Schließung einer Etatlücke nachkommen mußte?

Das die Cateringsrechte für sagen und schreibe 12 Jahre im Vorhinein verbraten wurden?

Die Investorenbeteiligungen an Spielern alternativlos waren, weil man sonst nur mit dem Verkauf von Nova und Geromel die DFL Forderungen einhalten hätte können?

Um die Faktenlage etwas präsenter zu haben und die Chance, immer mal wieder etwas nachzuschauen, hier also eine Artikelsammlung der letzten gut 2 Jahre. Durch die Chronologie bemerkt man vor allem, wie sich die Rhteorik von Hr. Horstmann und Hr. Leki in entscheidenden Nuancen verändert.


November 2009

Dem FC geht es wirtschaftlich super

„Wirtschaftlich“, sagte er indes mit Blick auf den FC ein, „sind wir viel weiter als sportlich.
“Der Jahresumsatz des Vereins beläuft sich auf 75 Millionen Euro und habe sich, so der Finanzexperte, in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt - auch dank des neuen Stadions. Allerdings betreffe die Wirtschaftskrise allgemein den Sport, nur den 1. FC Köln nicht, denn der sei eine „starke Marke“.


Hoffnungsschimmer DFB Pokal

„Wir“, seufzt Horstmann, „haben in den vergangenen zehn Jahren zu viele Fehler im sportlichen Bereich gemacht.“ Vor allem in der fehlenden Kontinuität im Kader, sei es beim Trainer oder bei den Spielern, sieht er die Ursache. Eine große Chance für den Club bietet sich im DFB-Pokal. Sechs Millionen Euro an Einnahmen sind laut Horstmann im Falle des Finaleinzugs möglich.
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1246895336633.shtml


Dezember 2009

Kein Sorge, es läuft!

Sorgen macht man sich beim 1. FC Köln deswegen noch nicht. Auch wenn der Schnitt mit 47 929 Zuschauern deutlich unter der in der Öffentlichkeit kolportierten kalkulierten Größe von 49 000 liegt. „Wir veröffentlichen seit zwei Jahren unseren kalkulierten Schnitt nicht mehr, liegen aber im von uns budgetierten Bereich. Jeder freie Platz tut natürlich weh, besorgniserregend ist die Situation aber nicht.“

http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1246895339811.shtml


Guckuck warnt

Günstig war wohl auch bitter nötig. Denn jetzt machte mit FC-Verwaltungsratsmitglied Fritz Guckuk ein Offizieller öffentlich, was EXPRESS schon im Vorfeld der Jahreshauptversammlung vermeldete: „Wir fahren auf der äußersten Rille“, sagte der Speditionsunternehmer beim „FC-Stammtisch“ von koeln.de.

http://www.express.de/fc-koeln/-wir-fahren-auf-der-aeussersten-rille-,3192,1172994.html


März 2010

Sparkurs, nicht nötig - der Nachwuches wird es schon regeln

Steigt er ab, droht ein Scherbenhaufen. Wie der FC einen Abstieg finanziell verkraften könne? "Das ist kein Thema für uns", antwortet Finanz-Geschäftsführer Claus Horstmann.

Horstmann: "Wir befinden uns im Nachwuchsbereich unter den Top 6, was den finanziellen Einsatz betrifft. Das wird weiterhin so sein. Natürlich prüft man, wie man die Mittel effektiver einsetzen kann."
Dass auch die Lizenzspielerabteilung (rund 30 Millionen Euro) vom Sparkurs getroffen wird, will Horstmann nicht kommentieren: "Wir äußern uns wie jedes Jahr nicht vor Saisonbeginn zur Höhe des Etats."

Die externe Beschreibung der Lage

Doch dieses Szenario wäre für den Klub "eine Katastrophe. Das darf nicht passieren. Das wäre der GAU", so ein Insider.
Mit weitreichenden Konsequenzen: Die Leistungsträger müssten verkauft werden, um die angespannte Finanzlage zu meistern: Einzig Pedro Geromel, Lukas Podolski, Milivoje Novakovic und Youssef Mohamad brächten hohe Ablösen, weitere Spielerwerte wurden nicht geschaffen. Der Weg, den Kader größtenteils zusammenzuhalten und so den Wiederaufstieg anzustreben, wäre nicht gangbar, das Projekt "Rückkehr zu alter Stärke" auf Dauer gescheitert.

Selbst im Fall des Klassenerhalts muss gespart werden, sogar beim Tischtennis und Frauenfußball. Selbst in der Nachwuchsabteilung, dem eigentlich wichtigsten Bereich, zwischen 10 und 20 Prozent.

Folgt die nächste Anleihe?

Die Perspektive, mit großen Schritten Richtung oberes Tabellendrittel zu marschieren, ist nicht gegeben. Nur Verkäufe könnten entscheidenden Spielraum schaffen. Um diesen etwas zu erhöhen, wird nach kicker-Informationen über eine neue Anleihe von fünf Millionen Euro nachgedacht. Nach der Herausgabe von Genussscheinen 2004 (10 Millionen), der ersten Anleihe 2005 (5 Millionen) und dem Verkauf der Catering-Rechte an eine FC-Tochter 2009 (7,5 Millionen), was der Aufnahme eines Kredits gleichkommt, der nächste Griff nach Fremdmitteln.

http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/522521/artikel_Nur-keine-Panik---oder-doch.html



April 2010

Hausaufgaben sind gemacht, dem FC geht es wunderbar!

„Wir sind nicht klamm“, sagt Finanzchef Claus Horstmann mit Blick auf die neue Saison. „Der Etat für die Lizenzmannschaft wird sich kaum ändern.“

Heißt: Große Sprünge sind für Manager Michael Meier zwar nicht drin. Doch Handlungsspielraum sei noch da, sagt Horstmann. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“ Die großen Partner wie Trikotsponsor REWE, oder Ausrüster Reebok haben noch Verträge. Und die Nachfrage aus dem Mittelstand scheint ungebrochen.

http://www.express.de/sport/fussball/fc-koeln/neue-anleihe--damit-der-fc-etat-stabil-bleibt/-/3192/2462882/-/index.html


Juni 2010

Kein strategischer Partner - alles ist gut, trotz Poldi

Express: Der FC musste Kredite aufnehmen, um sich wieder zu etablieren…

Horstmann: …ja, das haben wir ja auch offen kommuniziert. Die Verpflichtung von Lukas Podolski beispielsweise wäre anders nicht möglich gewesen. Das kann man aber nicht jedes Jahr machen.

Express: Die offenbar glimpflich durch die Finanz-Krise kommt…

Horstmann: Die 50+1-Regel hat zwar den Nachteil, dass die großen Investoren nicht einsteigen – und auch ich habe den Glauben verloren, einen strategischen Partner unter diesen Bedingungen zu finden. Den wird es beim FC in absehbarer Zeit nicht geben.

http://www.express.de/fc-koeln/horstmann-mahnt-zu-realismus,3192,4375986.html


Juli 2010

Zum Hundertsten Mal - "Konsolidisierung", der sportliche Erfolg kommt über den Nachwuchs

Und warum Finanzchef Claus Horstmann klipp und klar sagt: „Künftige Investitionen in die Mannschaft müssen sich selbst tragen.“ Die Zeit der Transfers auf Pump ist vorbei, die neue Politik heißt: Junge Spieler, die teamfähig sind - und vor allem günstig.
„Ausgaben und Einnahmen müssen sich decken, denn die Überschuldung besteht auch 2010 unverändert“, sagt der Finanzboss. „Die Zahlen machen deutlich, wie groß die Lücke zu den Spitzenklubs ist. Zukünftige Investitionen in die Mannschaft müssen wir uns selbst erwirtschaften.“ Leistungsträger sollen aber nicht abgegeben werden. „Wir müssen keine Spieler verkaufen.“


Die externe Beschreibung der Lage

Eine Bestandsaufnahme

Der Grund für die Probleme liegt in den letzten Jahren: Nach dem Aufstieg, so kann man im jüngst veröffentlichen Bericht nachlesen, wurden 8,8 Millionen Euro in Spieler wie Petit, Pedro Geromel & Co. gesteckt. Dafür musste ein Kredit über 7,5 Millionen Euro aufgenommen werden, als Sicherheit wurde ein Sponsorenvertrag hinterlegt. Im Jahr danach wurde Podolski und Co. ebenfalls zum Großteil auf Pump finanziert. Damals wurden die Gastronomierechte an die eigene Tochter für abermals 7,5 Millionen Euro verkauft. „Auch das war ein Einmaleffekt, um ins Team investieren zu können“, sagt Horstmann.

Kapital-Erhöhung platzte

Der Geschäftsbericht kommt zu dem düsteren Schluss: „Der Konzern ist bilanziell mit 6,8 Millionen Euro überschuldet.“ Ein Alarmsignal! Langfristig belaufen sich die Verbindlichkeiten gar auf 21,035 Millionen Euro! Zudem klaffte im Etat der vergangenen Saison eine eklatante Lücke. In der Prognose heißt es: „Zum Ende der Saison 2009/2010 besteht ein Kapitalbedarf von 4,8 Millionen Euro.“
Um den Fehlbetrag auszugleichen, hoffte man auf eine Qualifikation fürs Pokal-Halbfinale - das Aus in Augsburg ließ die Hoffnung auf Einnahmen von bis zu 3,5 Mio Euro platzen. Um die Eigenkapital-Decke zu verbessern, wollte man eine Kapitalerhöhung von 5 Millionen Euro durchführen. Doch es wurde kein Investor gefunden. „Das war in dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld nicht möglich“, räumt Horstmann ein. „Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“

Immerhin: Der kurzfristige Geld-Bedarf konnte gedeckt werden. „Weil das aus dem operativen Geschäft unmöglich war, haben wir andere Quellen erschlossen“, sagt Horstmann - hier mussten wieder zukünftige Einnahmen verwandt werden, um Löcher zu stopfen.
2011 ist ein Minus verboten

Doch 2010/11 ist ein weiteres Minus nicht drin - ewig läßt sich nicht auf Pump leben. Für den FC heißt das: Weiter kleine Brötchen backen. Eine Million Euro mussten im letzten Jahr für den Rückkauf der Genussrechte ausbezahlt werden. 2011 steht zudem die Rückzahlung der Anleihe an, was den FC 5 Millionen Euro kosten wird.

http://www.express.de/fc-koeln/der-bock-reitet-auf-der-rasierklinge,3192,4391552.html


Der Zwang zu Transferbeteiligungen

Prekär war die Lage in diesem Frühjahr: Die Geschäftsbilanz wies einen Liquiditätsbedarf von 4,8 Millionen Euro aus. Die geplante Kapitalerhöhung platzte. Es schien intern, als könne nur ein Verkauf von Pedro Geromel oder Milivoje Novakovic die Probleme lösen.
Aber Finanzchef Claus Horstmann griff in die Trickkiste. „Es wurden andere Quellen erschlossen“, sagt er und präzisiert: „Wir haben Beteiligungen an Transferrechten verkauft.“ Heißt: Kapitalgeber haben sich Anteile an zukünftigen Transfererlösen von Geromel, Podolski oder anderer Stars gesichert.

Allerdings ist klar: Das Geld gibt es nicht geschenkt, zukünftige Transfereinnahmen sind zumindest zu einem gewissen Teil verloren. Und nicht nur die: Auch die Marketing- und Dauerkarteneinnahmen der nächsten Saison mildern schon das Minus der aktuellen Bilanz. Und die Einnahmen der Gaststätten GmbH in den nächsten Jahren wurden 2008 zur Verstärkung der Mannschaft benutzt.
Das eingesparte Gehalt von Maniche ging für die Gehaltserhöhungen von Nova, Geromel und Mohamad drauf. Da hilft nur der Tritt auf die Kostenbremse, um das Minus in den Griff zu bekommen...

http://www.express.de/fc-koeln/so-stopft-der-fc-das-5-mio-loch,3192,4394118.html


Beschwichtigung CH via FC HP - "Der FC Fan muß sich keine Sorgen machen"

"Es sind Zahlen, die niemandem Anlass zur Sorge geben müssen. Im Wesentlichen basieren sie auf den zurückliegenden Jahren, die wir zwischen der Bundesliga und der Zweiten Liga verbracht haben. Ausschlaggebend hierbei war die Entscheidung, nach dem letzten Aufstieg 2008 zu sagen, wir investieren vermehrt in die Mannschaft und damit auch mehr, als wir operativ wieder einnehmen können. Das haben wir auch so auf unserer Mitgliederversammlung gesagt. Damit haben wir einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, den Klassenerhalt sicherstellen zu können. Und wir haben das in Abstimmung mit den Gremien getan. Konkret haben wir in den vergangenen beiden Jahren etwa 15 Millionen Euro mehr investiert als wir operative Einnahmen hatten."

„Es war von vornherein klar, dass wir im dritten Jahr nach dem Aufstieg, in dem wir mit der Saison 2010|2011 jetzt sind, nicht mehr Geld ausgeben werden als wir operativ einnehmen. Wir haben unsere Einnahmensituation deutlich steigern können, wir sind also auf Augenhöhe mit den eben genannten Vereinen, und deswegen geht es jetzt an die Konsolidierung. Das heißt, wir werden zunächst nur so viel Geld ausgeben wie es die Einnahmen zulassen. Dieses Geschäftsjahr werden wir auch wieder mit einer ausgeglichenen Bilanz abschließen.“

"Der FC-Fan muss sich überhaupt keine Sorgen machen, weil wir hier über Zahlen sprechen, die wir immer transparent mitgeteilt haben. Noch auf der letztjährigen Mitgliederversammlung haben wir diese Situation dargestellt und die Sonderfinanzierung für Lukas Podolski über den Verkauf des Gastronomierechts kommuniziert. Die Verbindlichkeiten, die wir haben, sind langfristig. Sie umfassen die Anleihe, womit wir alle sehr glücklich sind. Außerdem sind langfristige Darlehen bzw. Beteiligungen enthalten, um in die Mannschaft zu investieren oder wichtige Neuerungen an der Infrastruktur am Geißbockheim und am Stadion zu realisieren. All diese Dinge sind langfristig und seriös abgesichert. Der gute Ruf, den wir uns wirtschaftlich in den letzten Jahren erarbeitet haben, ist gerechtfertigt und daran wird auch die aktuelle Diskussion nichts ändern.“

„Nach den von der DFL veröffentlichten Zahlen haben die Bundesliga-Clubs durchschnittliche Verbindlichkeiten von 33 Millionen Euro. Da liegen wir deutlich darunter, was in Anbetracht der Abstiege in den vergangenen Jahren noch höher zu bewerten ist, als bei Vereinen, die permanent in der Bundesliga vertreten waren. Niemand sollte sich also alarmieren lassen, sondern alle Zahlen im richtigen Zusammenhang bewerten.“

http://fc-brett.de/wbb/index.php?page=Thread&postID=34090#post34090  (auf der FC HP sind diese Aussagen dorthin verschwunden, wo auch die Leitkultur ist ). ( ;  Der ursprüngliche LInk http://fc-koeln.de/index.php?id=720&tx_ttnews[tt_news]=5175&cHash=0877f90285 führt zur Mitgliedschaft im FC-KidsClub. 


Die externe Beschreibung der Lage - Keine Wahl - der Nachwuchs als Notausgang

Die bisherigen Testspiele, darunter ein 5:2 gegen Fenerbahce Istanbul, waren wenig aufschlussreich, im Gegensatz zur finanziellen Situation: Der FC geht offensiv mit seinem Minus von 21 Millionen Euro um – und verharmlost die Summe, die zuvorderst der schon bei Borussia Dortmund viel zu sorglos hantierende Manager zu verantworten hat. „Wir stehen doch noch gut da im Vergleich zu den anderen Bundesligisten. Die Durchschnittsverschuldung liegt bei 33 Millionen Euro“, sagt Geschäftsführer Claus Horstmann. Viel besser macht das die Situation der Kölner gleichwohl nicht.

Das Minus hat Folgen. Kein teurer Transfer und kein großes Gehalt mehr für ältere Spieler, befahl Präsident Wolfgang Overath. Stattdessen setzt der Klub nun auf den Nachwuchs, eigenen und eingekauften. Meier verkauft das als Coup, denn die Besinnung auf die eigene Jugend fördere die Identifikation mit dem Klub. Richtiger ist es wohl andersrum: Wo wenig Geld vorhanden ist, bleibt fast nur der Nachwuchs.

http://www.fr-online.de/sport/verordnetes-umdenken,1472784,4507626.html


Oktober 2010

Alle sind irgendwie beteiligt, niemand ist Schuld!

Geschäftsführer-Kollege Claus Horstmann war „bestürzt über die Massivität des Protests. Man muss sich fragen: Was hat er verbrochen? Meier hat weder alleine entschieden, Geld in die Hand zu nehmen, noch hat er einen Trainer oder einen Transfer alleine durchgezogen

http://www.express.de/fc-koeln/wie-lange-haelt-meier-das-noch-aus-,3192,4782944.html


November 2010

Strategielosigkeit? Nein, der Nachwuchs wird alles regeln!

Nebenmann Horstmann sprang ihm loyal zur Seite. Er leugnete die katastrophale Außendarstellung nicht – den (u.a. von Lukas Podolski gemachten) Vorwurf der Strategielosigkeit konterte er aber mit gesteigerten Investitionen in den Nachwuchs („Acht Spieler bei den Profis sind kein Zufall“) und sagte: „Wir mussten sieben bis acht Millionen Euro mehr in die Hand nehmen, um die Lücke zu Teams wie Frankfurt, mit denen wir uns auf Augenhöhe sehen, zu schließen. Ansonsten hätten wir Poldi, Geromel, Schorch oder Lanig nicht holen können. Die Lücke schließt sich nicht von heute auf morgen. Die Strategie der letzten drei Jahre ist aufgegangen.“ Er gestand: „Wir können keine Verbindlichkeiten mehr aufnehmen“

http://www.express.de/fc-koeln/michael-meier-stellte-sich-100-fanvertretern,3192,4803002.html


Nun im Doppelpack, gleiche Rhetorik - Geschäftsbericht von Horstmann/Leki vor der JHV 2010

Bewusste Strategie: Mannschaft, Nachwuchs, Scouting

"Diese Investitionen in die Mannschaft waren kein Zufall, sondern eine bewusste Strategie, die vor drei Jahren in den Gremien präsentiert und genehmigt wurde. Gleichzeit haben wir in unserer Analyse, wie wir die Lücke schließen können, in zwei weitere Bereiche investiert. Der eine Bereich ist der Nachwuchs. Ab der Saison 2008 | 2009 haben wir unsere Ausgaben für den Nachwuchs deutlich erhöht. Des Weiteren haben wir das SportsLab gegründet. Das sind die beiden Bereiche, wo wir Lücken schließen können. Wir müssen eigene bundesligataugliche Talente produzieren und bringen. Und wir müssen neben dem, das wir selber produzieren können, mit einem sehr guten Marktüberblick uns verstärkende Spieler in einer großen Bandbreite finden können", so Horstmann weiter.

Positives Eigenkapital

Nach dem Gesamtüberblick durch Claus Horstmann erläuterte Oliver Leki die aktuelle Finanzsituation des 1. FC Köln: "Wir haben die Saison mit einem leichten Verlust von 443.000 Euro abgeschlossen. Trotz dieses Verlustes haben wir weiterhin, und das ist ein ganz entscheidender Punkt, ein positives Eigenkapital. Das ist in der Bundesliga nicht selbstverständlich. Insgesamt war die Entwicklung der Ertragslage sehr erfreulich. Wir haben uns um fünf Millionen Euro auf 72,5 Millionen Euro Gesamterträge steigern können. Dies betrifft vor allem die Bereiche Spielbetrieb sowie Marketing und Sponsoring."

http://fc-brett.de/wbb/index.php?page=Thread&postID=75191#post75191 (nicht mehr auf FC HP)


Doch nicht "marktgerecht" eineglaufen?

"Zurückverdienen können wir die Investitionen in erster Linie durch sportlichen Erfolg. Der Plan, der dahinter steht, muss aufgehen", sagt Oliver Leki.

Trotz der prekären wirtschaftlichen Lage sei man finanziell "nicht am Ende der Möglichkeiten - und unserer Ideen", antwortete Claus Horstmann auf die Frage, ob man sich für den Fall der Fälle überhaupt einen anderen Trainer als den ohnehin auf der Gehaltsliste stehenden Frank Schaefer leisten könne.

Sollte der FC erstklassig bleiben, schilderte Horstmann die Aussichten auch nicht rosig: "Platz 13 in der Vorsaison entspricht sportlich dem, was unsere finanziellen Möglichkeiten mit einem Umsatz von gut 70 Millionen Euro zulassen. Besser können wir nur durch sehr gute Nachwuchsarbeit und Scouting werden."

http://www.general-anzeiger-bonn.de/sport/regio-fussball/news/Zahlen-als-Stimmungsbremse-am-11-11-beim-FC-article278433.html


Die externe Beschreibung der Lage

Wieder einmal geht es also nur darum, irgendwie den Absturz in die Zweitklassigkeit zu verhindern, der vor allem wirtschaftlich verheerende Auswirkungen hätte.

Tiefrote Zahlen

Bereits zum Abschluss des letztjährigen Geschäftsjahres war im Konzern - darunter ist die 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA zu verstehen - ein Verlust von fast zehn Millionen Euro ausgewiesen worden. Ob es bei den für das abgelaufene Jahr prognostizierten weiteren Schulden von 6,6 Millionen Euro geblieben ist, wird man spätestens am Mittwoch der kommenden Woche erfahren, wenn den Mitgliedern die Zahlen vorgelegt werden.

http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1289287161696.shtml


Und dann rutschte dem neuen Finanzchef Oliver Leki (37) ein entlarvend ehrlicher Satz heraus: „Unser Plan muss eben nur aufgehen.“
Dieser Plan ist plump: Zwei Jahre lang nahm der FC Kredite auf, um die finanziellen Nachteile als Aufsteiger auszugleichen und sich in der Bundesliga zu etablieren.

„Das war unsere Strategie um das Defizit gegenüber Klubs wie Hannover und Frankfurt auszugleichen“, sagt FC-Geschäftsführer Claus Horstmann. Das Kölner Schulden-Roulette: Der FC hat alles auf Bundesliga gesetzt. Ein Abstieg ist verboten.

Mehrfach berichtete EXPRESS über den riskanten Kurs der Klubführung. Am Donnerstag gab der FC bekannt: Im letzten Geschäftsjahr nahm die KGaA 11 Millionen Euro Verbindlichkeiten (insgesamt 24,8 Mio €) auf, um die Transfers von Lukas Podolski, Christopher Schorch und Alexandru Ionita zu finanzieren.

Man verkaufte Beteiligungen an den Transferrechten von Poldi und Pedro Geromel für 3 Millionen Euro. Dazu brachte der Neuabschluss des Vermarktungsvertrags mit IMG einen Zusatzertrag von rund drei Millionen Euro.
Durch „Topzuschläge“ wie für das samstägliche Duell des 17. gegen den 18. und höhere Eintrittspreise wurden weitere zwei Millionen Euro akquiriert. Doch das Gros der Investitionen ist auf Pump.

„In diesem Jahr wollen wir einen ausgeglichenen Etat. Dann müssen wir beginnen, die Verbindlichkeiten abzutragen“, sagt Horstmann. Gleichzeitig soll aber der Etat auf von derzeit 73 Millionen auf 100 Millionen Euro steigen. „Sonst ist es illusorisch, irgendwann um die vorderen Plätze mit spielen zu können“, sagt Leki.

http://www.express.de/fc-koeln/das-koelner-schulden--roulette,3192,4827062.html


Mit dem hintergründigen Humor des gebürtigen Westfalen und dem ihm eigenen Sarkasmus leitete Claus Horstmann am Donnerstag die Vorstellung der Finanzsituation des 1. FC Köln ein. "Damit die Stimmung zur Sessionseröffnung nicht zu sehr überschwappt, legen wir jetzt mal die Zahlen vor", erklärte der seit elf Jahren für den Verein tätige Geschäftsführer mit feinem Lächeln.

Das verging anschließend Oliver Leki, als er den Anstieg der Verbindlichkeiten des Clubs im Geschäftsjahr 2009/2010 um elf Millionen auf 24,1 Millionen Euro bekannt gab.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/sport/regio-fussball/news/Zahlen-als-Stimmungsbremse-am-11-11-beim-FC-article278433.html


Nicht enthalten in den Verbindlichkeiten sind jene rund 7,5 Millionen Euro, mit denen sich der 1. FC Köln im Geschäftsjahr 2008 / 2009 einen Sonderertrag verhalf. Damals gründete man eine Tochtergesellschaft, die „1. FC Köln Gaststätten GmbH“. Diese Tochter nahm ein Darlehen auf und kaufte ihrer Mutter für 7,5 Millionen Euro etwa das Recht ab, im Stadion Bier und Würstchen zu verkaufen. Dieses Darlehen zahlt die GmbH nun mit etwa 600.000 Euro pro Jahr bei der Bank ab – und hat im ersten Jahr ihres Bestehens dennoch einen Gewinn erwirtschaftet. Ein reiner Bilanztrick war das also nicht. Allerdings hat der 1. FC Köln damit durchaus zukünftige Einnahmen ausgegeben. Denn das Geld, das die Tochter nun zur Tilgung des Darlehens ausgibt, steht dem Verein zwölf Jahre lang nicht zur Verfügung.

http://www.ksta.de/html/artikel/1289484595593.shtml


Den 1. FC Köln drückt eine Schuldenlast in Höhe von 24,1 Millionen Euro. Das klingt viel - und ist es auch. Aber es wäre weniger schlimm, wenn diesen Verbindlichkeiten ein entsprechender Wert gegenüber stünde. Dann handelte es sich um gute Schulden. Auf der Habenseite kann der Klub vorweisen, dass er erstmals seit dem ersten Abstieg 1998 das dritte Jahr in Folge erstklassig ist. Doch der Preis dafür war hoch. Wo das schöne Geld geblieben ist, versuchten die Geschäftsführer Horstmann und Leki am Donnerstag ein wenig zu verschleiern. Man habe in die Jugendabteilung investiert und das Fußballlabor „Sportslab“ aufgebaut. Allerdings ist das nur ein Teil der Wahrheit. Der 1. FC Köln hat seine Aufwendungen für die Jugendabteilung um etwa eine auf vier Millionen Euro jährlich erhöht. Im Sportslab arbeiten hauptsächlich studentische Hilfskräfte, die Infrastruktur stellt ein Sponsor zur Verfügung. 24 Millionen Euro Schulden sind so nicht zu erklären.

Tatsächlich sind die großen Summen der vergangenen Jahre für teure Spieler und Trainer draufgegangen, die längst nicht mehr da sind oder keine Rolle mehr spielen: Für Ümit, Womé, Maniche, Daum, Petit, Mondragon und all die Brasilianer, deren Namen man längst vergessen hat. Und wenn das Resultat von mehr als 20 Millionen Euro Schulden bedeutet, dass eine Mannschaft voller günstiger Nachwuchsspieler auf dem Platz steht, die von einem Trainer betreut wird, der seit 25 Jahren im Verein Nachwuchsmannschaften betreut, dann sind das schlechte Schulden.

http://www.ksta.de/html/artikel/1288741312715.shtml


Kölner Strukturen nicht mehr zeitgemäß

Der Verein ist gescheitert, und damit Präsident Wolfgang Overath, Manager Michael Meier und Finanz-Geschäftsführer Claus Horstmann. Das ist der einzige Schluss, den eine Betrachtung der Fakten zulässt: sportlich am Boden, keine funktionierende und in dieser Verfassung nicht bundesligataugliche Mannschaft, seit Jahren verfehlte Transferpolitik, über 24 Millionen Euro Schulden.

http://www.fussball.de/1-fc-koeln-overath-ist-zum-handeln-gezwungen/id_43432720/index


Externe Sicht: Zwei Geschäftsführer sollen vor Ruin bewahren

Zwei Geschäftsführer reichen für ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 70 Millionen Euro völlig aus. Claus Horstmann und Oliver Leki werden genug damit zu tun haben, den finanziell angeschlagenen Klub vor dem Ruin zu bewahren.

http://www.ksta.de/html/artikel/1291034103841.shtml


Januar 2011

Abstieg - kein Problem!

Express: Was passiert, wenn der FC am Ende doch absteigt?
Horstmann: Wir würden Federn lassen, das ist klar. Aber wir sind so aufgestellt, dass wir mit einem Etat an den Start gehen würden, mit dem man das Ziel direkter Wiederaufstieg realistisch angehen kann.

http://www.express.de/fc-koeln/-geruestet-fuer-den-abstiegskampf-,3192,5640268.html


Stolz auf den 3. Platz im Sponsoranking - kein Gedanke an ein ungleiches Geschäft?

Seit dem 1. Juli 2007 tragen die FC-Profis das Logo der REWE-Supermärkte auf der Brust. Bereits im Dezember 2010 wurde die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem 1. FC Köln und dem Kölner Handels- und Touristikkonzern REWE Group als Hauptsponsor und Trikot-Partner um ein weiteres Jahr verlängert.

Top-Platzierung für REWE

Auch bundesweit findet die Partnerschaft zwischen dem 1. FC Köln und REWE starke Aufmerksamkeit. Eine vom Marktforschungsinstitut Promit durchgeführte Umfrage zu den Trikotsponsoren der Fußball-Bundesliga bestätigt, dass FC-Partner REWE zu den bekanntesten Sponsoren der Liga zählt. Bei der Abfrage nach der Sponsorenbekanntheit erhielt REWE die dritthäufigsten Nennungen. Somit musste REWE lediglich den Unternehmen T-Home (Bayern München) und Gazprom (Schalke 04) den Vorzug in diesem Ranking lassen.

"Bestätigung der Vertragsverlängerung"

"Das Ergebnis der Umfrage ist eine klare Bestätigung der Vertragsverlängerung mit unserem Partner REWE", so FC-Geschäftsführer Claus Horstmann.

http://fc-brett.de/wbb/index.php?page=Thread&postID=108020#post108020 (beim FC nicht mehr abrufbar)


Februar 2011

Kurswechsel! Es werden doch Leistungsträger abgegeben!

„Wir müssen von außen geholte Spieler entwickeln und durchaus auch mal welche für viel Geld verkaufen“, erklärt Horstmann den neuen Sparkurs. „Die Situation ist vielleicht neu für den 1. FC Köln. Aber bei allen Emotionen werden wir auch mal sagen müssen: Als Tabellen-Fünfzehnter kannst du nicht jeden Superstar halten.“

Spieler entwickeln, Stars auch mal verkaufen – der neue FC-Weg!

Hintergrund sind natürlich die 24 Millionen Euro Verbindlichkeiten, die abgebaut werden müssen.

http://www.bild.de/sport/fussball/fc-koeln/fc-plant-star-verkaeufe-15889810.bild.html


März 2011

Schulden reduzieren - keine neue Anleihe mehr!

„Die letzten beiden Jahre haben wir investiert“, sagt Geschäftsführer Claus Horstmann. Heißt: Ausgaben (etwa für den Kauf von Mato Jajalo) müssen durch Transfereinnahmen gedeckt werden. Zumal der Klub von den horrenden Schulden runter muss.
Deshalb überlegt Horstmann auch, auf eine neue Anleihe im Herbst zu verzichten, wenn die erste Anleihe (5 Mio Euro) zurückgezahlt werden muss.

http://www.express.de/fc-koeln/wenig-geld-fuer-neue-leute,3192,8289620.html


April 2011

DFL Auflagen

Zudem kommt in der neuen Saison die verschärfte Lizenzvorschrift hinzu, zehn Prozent der Altschulden (rund 25 Millionen Euro) abzubauen. Deshalb will man die Anleihe (5 Mio. €), die im August zurückgezahlt werden muss, mit Sparmaßnahmen kompensieren. „Wir müssen die Verschuldung abbauen“, sagt FC-Geschäftsführer Claus Horstmann. Finke muss da helfen.

http://www.express.de/fc-koeln/nur-geromel-bringt-wirklich-geld,3192,8345634.html


Externe Sicht: Abstiegsfall=Desaster

Die Finanzen: Während Wolfsburg schon für den Abstiegsfall den höchsten Zweitliga-Etat aller Zeiten ankündigt und in Mönchengladbach Präsident Rolf Königs wohl erneut die Geld-Schatulle öffnen würde, müsste der FC Höchstarbeit leisten, angesichts von 25 Millionen Euro Schulden überhaupt eine Lizenz zu bekommen.

Ein Großteil der Transferrechte für Podolski und Geromel sind verpfändet, die verschärften Lizenzierungsrichtlinien zwingen zum Schuldenabbau.

Während die DFL für den Fall des Klassenerhalts lediglich regelmäßige „Finanzberichte“ einfordert, müsste im Falle der Zweitklassigkeit strenge Bedingungen erfüllt werden. Geld für Investitionen wäre keins da. Die Posten der bisherigen Physios Sven Rinke, Sven Fiedler, Mannschaftsbetreuer Marcus Rauert und Mediendirektor Christopher Lymberopoulos sind schon jetzt intern infrage gestellt.

http://www.express.de/fc-koeln/das-horror-szenario--wenn-der-fc-absteigt,3192,8388248.html


Wie die finanziellen Lücke schließen?

Der von dem Gremium erwünschte Blick in die Kassen des Klubs fiel einigermaßen ernüchternd aus. Ob die bereits diskutierte Trennung von Chefscout Paul Steiner, von Matthias Scherz (Abteilung Karriereplanung) und möglicherweise Thomas Hässler (Techniktrainer) ausreicht, um die finanziellen Lücken zu schließen, wird sich noch zeigen müssen.

http://www.ksta.de/html/artikel/1305651201936.shtml


Drastischer Sparkurs"

Horstmann erklärte noch einmal, dass der FC angesichts Verbindlichkeiten von 24 Millionen € einen drastischen Sparkurs einlegen müsse. Die Personalkosten in den Abteilungen sollen gesenkt werden, erste Verträge von prominenten Mitarbeitern wie Weltmeister Paul Steiner und Matthias Scherz wurden nicht verlängert.

http://www.express.de/fc-koeln/beim-fc-gibt-s-bald-nur-noch-overath-light,3192,8465288.html


Ablösen nur möglich durch Einnahmen

Auch beim 1. FC Köln sind Geschäftsführer Claus Horstmann und Sportdirektor Volker Finke noch im Großeinsatz. Und die Aufgabenstellung bei den Geißböcken ist klar: Neueinkäufe mit Ablösesumme sind nur möglich, wenn dafür Spieler des Kaders verkauft werden.

http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1304633159604.shtml


Juni 2011

Konsolidierung oder Riether?

Da FC-Geschäftsführer Claus Horstmann die Konsolidierung des Klubs ganz oben auf der Prioritätenliste hat, ist ein Wechsel des zweimaligen Nationalspielers an den Rhein fraglich, es sei denn, eine finanziell machbare Lösung wird gefunden.

http://www.aachener-zeitung.de/news/hochschule-detail-az/1708194?_link=&skip=&_g=Koeln-hat-Interesse-an-Wolfburgs-Sascha-Riether.html


Verstärkungen? "Wir müssen auf den Nachwuchs setzen!

Express: Lukas Podolski hat aber zuletzt mehrfach Verstärkungen gefordert.

Horstmann: Lukas ist ein ganz wichtiger Spieler, Kapitän und Aushängeschild. Aber es ist wichtig, dass alle den Weg mitgehen, den wir einschlagen. Es wird keine Riesen-Transfers geben. Unser Weg ist es, selbst Transferwerte zu schaffen. Deshalb war die U17-Meisterschaft so wichtig, um deutlich zu machen: Wir müssen den Weg der Ausbildung gehen.

Wie passt dazu das Werben um Wolfsburgs Sascha Riether?

Es ist ja nicht so, dass wir gar nichts machen können, aber wir haben das klare Ziel der Konsolidierung. Wenn wir zu der Überzeugung kommen: Es gibt eine bezahlbare Idealbesetzung für eine Position, auf der wir Bedarf haben, dann versuchen wir, das möglich zu machen.

Welche Ziele haben Sie sich da gesetzt?

Wir wollen modernen, attraktiven Fußball spielen und auch in Zukunft unsere Fans und Sponsoren für uns begeistern. Und unser Ziel ist es, marktgerecht einzulaufen, das heißt, so wie wir investieren, wollen wir auch sportlich in der Tabelle abschneiden. Das ist uns in den letzten Jahren nicht immer gelungen, da haben wir überinvestiert und haben nicht entsprechend abgeschnitten. Das können wir uns in Zukunft nicht mehr erlauben.

http://www.express.de/sport/fussball/fc-koeln/claus-horstmann-verspricht---alle-stars-bleiben-beim-fc--/-/3192/8539674/-/index.html


Zwei Geschäftsführer, keine Antworten

BILD: Konsolidieren klingt unattraktiv...

Horstmann: „Das kann man sicher so sehen. Aber es gibt keinen anderen Weg, wenn wir uns für die Zukunft erfolgreich ausrichten wollen.“

BILD: Die FC-Verbindlichkeiten betrugen 24 Millionen Euro. Danach wurden Trainer und Manager entlassen. Wie hoch sind die Schulden jetzt?

Leki: „Die Vorgänge aus der abgelaufenen Saison haben darauf keine Auswirkungen.“

BILD: Gibt es eine Grenze? Oder ist der FC bereit, noch mehr „Schulden“ aufzubauen?

Leki: „Nein. Wir planen, die Verbindlichkeiten nicht zu erhöhen. Wir wollen sie Schritt für Schritt abbauen.“

BILD: Sind die Anteile fremder Investoren an Poldi oder Geromel in den Stand der Verbindlichkeiten eingerechnet?

Leki: „Nein. Diese Anteile sind so zu verstehen, dass zehn Prozent von den zukünftigen Transfer-Erlösen an den jeweiligen Investor zurückgeben werden müssen. Würde man also beispielsweise irgendwann für einen der Spieler zehn Millionen bekommen, müsste man eine Million abgeben.“

http://www.bild.de/sport/fussball/fc-koeln/fc-koeln-will-stadion-kaufen-18305214.bild.html


Juli 2011

Erhöhung der Verbindlichkeiten? - Alles olle Kamellen!

Express: Herr Leki, der gerade veröffentlichte FC-Konzernabschluss bis zum 30.6.2010 zeigt wieder tiefrote Zahlen. 31 Millionen Euro Verbindlichkeiten. Es wurden erneut Transferrechte abgegeben, Darlehen aufgenommen. Zudem wurden durch die Vertragsauflösung mit IMG 2,5 Millionen Euro als Einnahmen verbucht. Die Bilanz wirkt wie ein heißer Kessel mit vielen Löchern, der ständig notdürftig geflickt werden muss.

Leki: Der Konzernabschluss bezieht sich auf die vorletzte Saison und die von Ihnen angesprochenen Themen wurden im Oktober des letzten Jahres eingehend erläutert. Wir haben im Rahmen der Neuausrichtung das klare Ziel der Konsolidierung und der Entwicklung neuer Ertragspotenziale.

Sie haben den Kapitalbedarf im letzten Jahr durch ein Darlehen über fünf Millionen Euro gestopft. Das lief am 30.6. aus. Das macht einen Finanzbedarf von zehn Millionen in diesem Sommer…

Ich kann die Zahlen Ihrer Frage nicht nachvollziehen. Es gibt kein Finanzloch in diesem Sommer. Aber wir müssen natürlich schauen, dass wir langfristig die Verbindlichkeiten abbauen, verantwortungsvoll mit den Schulden umgehen. Deshalb werden wir auch die Anleihe, die im August ausläuft, nicht neu auflegen, sondern den Anlegern zurückzahlen. Und: Wir haben im letzten Jahr Verbindlichkeiten abgebaut, was der Abschluss zum 30.6.2011 zeigen wird.

Die Zinsen werden aber trotzdem zu einem wichtigen Faktor. Über eine Millionen Euro zahlte der FC laut Bilanz. Wie belastend ist das im
Hier und Jetzt?

Wir haben uns für diesen Weg entschieden. Diese Belastungen kommen durch die Investitionen der vergangen Jahre. Aber wir haben ja durchaus Geld zur Verfügung, und werden den Personaletat in der kommenden Saison steigern. Allerdings belasten uns da noch einige Verträge aus der Vergangenheit, die verhindern, dass wir mehr investieren können. Doch unsere Situation wird mit jedem Jahr Bundesliga besser. Ein Abstieg dagegen würde uns weiter große Probleme bereiten.

Sind weitere Verstärkungen nur möglich mit Hilfe von Geldgebern wie ETL-Chef Franz-Josef Wernze?

Mehrere Investoren unterstützen unseren Weg. Dafür bekommen sie natürlich auch einen Gegenwert in einem ausgewogenen Chancen-Risiko-Modell. Wichtig ist, dass der FC immer das Heft des Handelns behält. Die Entwicklung von Transferwerten ist ein wichtiger Bestandteil unserer Philosophie.

Wie kann man den Teufelskreis aus Minus, Schulden und immer neuen Schulden durchbrechen?

Wir sind in keinem Teufelskreis. Die Herausforderung liegt in der vollen Ausschöpfung unserer Ertragspotenziale bei gleichzeitigem sportlichen Erfolg. Wir müssen in der Lage sein, auch mal Spieler zu verkaufen. Schauen Sie sich Borussia Dortmund an, was sie aus einer sehr prekären Situation gemacht haben. Sie haben durch die Jugendarbeit und geschickte Transferpolitik große Transferwerte geschaffen und damit sportlichen Erfolg gehabt. Das können wir uns als Beispiel nehmen. Auch Werder Bremen hat das in den letzten Jahren vorbildlich gemacht.

http://www.express.de/fc-koeln/finanz-boss-leki-im-interview--meister-dortmund-ist-unser-vorbild-,3192,8661864.html


August 2011

Der sportliche Erfolg wird es schon regeln

GBE: Der FC-Fan muss sich also bezüglich der finanziellen Situation des Vereins keine Sorgen machen.

Oliver Leki: „Mit den in der Vergangenheit getätigten Investitionen haben wir nicht unerhebliche Vermögenswerte geschaffen. Das ist die gute Botschaft. Mit den Verbindlichkeiten, die wir in diesem Zusammenhang aufgebaut haben, gilt es nun, in wirtschaftlich vernünftiger Art und Weise umzugehen. Die Rückzahlung der Anleihe über 5 Millionen Euro im August 2011 dokumentiert, dass wir mit dem sukzessiven Abbau der Verbindlichkeiten vorankommen. Doch zur Ehrlichkeit gehört auch, darauf hinzuweisen, dass natürlich vieles davon abhängt, sportlich unsere gesteckten Ziele zu erreichen. Denn sollte sich der sportliche Erfolg nicht einstellen, trifft das den Verein auch wirtschaftlich, bei allen Möglichkeiten, finanziell auch in dieser Situation noch gegenzusteuern.“

GBE: Während des Trainingslagers in Walchsee wurde von einem Investorenmodell für Spielertransfers berichtet. Was muss man sich darunter vorzustellen?

Oliver Leki: „Im Rahmen der Transferpolitik des Vereins besteht die Möglichkeit, bereits heute einen Teil zukünftiger Transfererlöse eines Spielers über Investoren zu kapitalisieren. Anders formuliert: Investoren, die sich heute beteiligen, profitieren zukünftig, sollte der Spieler wieder verkauft werden. Damit wird der Verein aktuell finanziell entlastet. Dies haben wir in einem vernünftigen Chancen-Risiko-Verhältnis mit Investoren umgesetzt. Wichtig ist hierbei, dass der 1. FC Köln die alleinige Entscheidungshoheit über mögliche zukünftige Transfers behält. Das ist vertraglich gesichert.“

Welche Schritte stehen als nächstes an?

Claus Horstmann: „Ein wichtiger Punkt ist natürlich, dass wir Werte schaffen. Kulturelle Werte, aber auch finanzielle Werte.  (...) Wenn unsere eigenen Spieler es schaffen, in die erste Mannschaft zu kommen, wird der Club gleichzeitig in der Lage sein, entsprechende Transferwerte zu schaffen.

http://www.fc-koeln.de/club/geissbockecho/saison-201112/ausgabe-1/


Milchmädchenrechnungen eines "Finanzexperten"

Express: Die Fans sehen das ein bisschen anders, wie die Erklärung von 30 Fanclubs zeigt. Sie sorgen sich um die Finanzsituation und den Einfluss der Geldgeber.

Horstmann: Zur wirtschaftlichen Situation: Die ist stabil, unsere Verbindlichkeiten liegen unter dem Bundesliga-Durchschnitt. Unsere Finanzierungsmodelle sind moderne Instrumente, um uns langfristig handlungsfähig zu halten

http://www.express.de/fc-koeln/ich-uebernehme-die-volle-verantwortung-fuer-unser-projekt,3192,9551522.html


Oktober 2011

Endlich Konsolidierung - die Verbindlichkeiten sind von 31,4 Mio. € auf 30,9 Mio. gesunken!

Die Zahlen stimmen den 38-Jährigen dabei positiv, trotz der Verbindlichkeiten auf Konzernebene von noch immer 30,9 Millionen Euro (Vorjahr: 31,4 Millionen). „Wir konnten nach einem Minus von 443 000 Euro im Vorjahreszeitraum nun einen Jahresüberschuss von 112 000 Euro erzielen. Und das trotz einer wirtschaftlich schwierigen Ausgangslage“, sagt Leki, der auf den Abstiegskampf und die daraus resultierenden personellen Nachbesserungen verweist.

„Phase der Konsolidierung“

Am Anfang der wirtschaftlichen Neuausrichtung des Klubs steht die „Phase der Konsolidierung“, in der die Verbindlichkeiten „mit Augenmaß“ abgebaut werden sollen, wie es Leki ausdrückt. „Es gibt keinen festen Zeitrahmen und keine feste Zielgröße für den Schuldenabbau. Wir finden, 15 bis 20 Millionen Euro Verbindlichkeiten sind mittelfristig, eine gesunde Größenordnung“, sagt Leki. Fünf Millionen Euro hat der FC im laufenden Geschäftsjahr durch die Rückzahlung einer Anleihe im August bereits getilgt.

Der Hauptanteil der Konsolidierung soll aber durch Transfererlöse erzielt werden. „Wir müssen Werte schaffen, also Talente entwickeln, integrieren und auch mal verkaufen“, sagt Leki. Und: „Wir müssen dieses Thema viel intensiver bestreiten, unsere Transferpolitik neu strukturieren und auch mal einen Transfererlös mitnehmen.“

Spielerkäufe seien aufgrund der wirtschaftlichen Situation kaum möglich. Ausleihen wie zuletzt von Henrique Sereno und Ammar Jemal sollen aber laut Leki nicht das Modell der Zukunft sein, da eine stetige Entwicklung des Kaders mit Leihspielern unmöglich sei. „Es ist schwierig, beide zu kaufen. Wir werden in den nächsten zwei Jahren nicht in der Lage sein, Millionen zu investieren“, sagt Leki.
Ein Abstieg ist tabu. „Das hätte einen massiven Substanzverlust zur Folge, wir müssten große Teile des Kaders verkaufen“, sagt Leki und fügt an: „Die Personalkosten kann man ein Jahr stemmen, wie in diesem Jahr Eintracht Frankfurt. Wir haben diese Karte aber bereits beim letzten Abstieg verspielt.“

http://www.ksta.de/html/artikel/1319103359469.shtml


Strohhalm DFB Pokal - Horstmann hoffte auf Finaleinzug

DFB-Pokal: vorbei, verloren, ausgeschieden in Runde zwei. „Das ist schade für unseren Geschäftsführer Claus Horstmann, denn er wollte noch Geld verdienen in diesem Wettbewerb“, sagt der norwegische Trainer des hoch verschuldeten 1. FC Köln. Gleich danach offenbart er das Geheimnis, dass Horstmann sogar auf das Finale gehofft hat, vor allem natürlich aus finanziellen Gründen. Aber jetzt gelte eben: „Nicht mit uns.“

http://www.ksta.de/html/artikel/1319578190883.shtml


„Natürlich hätten wir zusätzliche Einnahmen gerne mitgenommen“, meint Geschäftsführer Claus Horstmann, versichert aber: „Das Pokal-Aus beeinflusst in keiner Hinsicht unsere allgemeinen Planungen und auch nicht die Vertragssituation von Lukas Podolski.“
Der Klub sei „voll handlungsfähig“, betont Horstmann: „Wir haben in der letzten Saison unsere Verbindlichkeiten, die unter dem Liga-Schnitt liegen, sogar leicht abgebaut, obwohl wir drei Trainer bezahlen mussten. Und wir werden wohl auch in diesem Geschäftsjahr wieder etwas abbauen können.“

http://www.express.de/fc-koeln/fc-geschaeftsfuehrer-horstmann-pokal-aus-hat-keinen-einfluss-auf-poldi-poker,3192,11065740.html


Gehaltserhöhung für Poldi- Verlängerung ausgeschlossen!

Was der FC-Finanzmann Oliver Leki vor der Jahreshauptversammlung verkündet hat, klingt nicht nach einer entspannten Situation. Den Klub drücken 31 Millionen Euro Verbindlichkeiten. Der Traum, das Rhein-Energie-Stadion von der Stadt zu kaufen und selbst zu betreiben, ist geplatzt: unbezahlbar für den FC. Und Podolski? Man könne den Star zwar „zu den jetzigen Konditionen halten“, so Leki. Aber man müsse darauf achten, mal an anderer Stelle zu Transfererlösen zu kommen, Talente zu fördern und zu verkaufen. Eine Gehaltserhöhung für den kölschen Prinzen, der geschätzt drei Millionen Euro pro Jahr verdient, ist nach dem Pokal-Aus wohl erst recht vom Tisch. Es sei denn, die Investoren aus dem Umfeld des Klubs, die schon Anteile an Podolski, Geromel, Slawomir Peszko und Riether halten, würden sich noch einmal rühren. Aber diesen Weg möchte der Klub eigentlich nicht noch weiter gehen. Bei Podolski muss der Klub mit den weichen Faktoren werben: Wohlfühlen, Heimatverbundenheit, der Heldenstatus bei den Fans.

http://www.augsburger-allgemeine.de/sport/fc-augsburg/Podolski-gut-FC-Koeln-gut-id17316561.html


Dezember 2011

Externe Sicht - die Tranfserwerte haben sich verringert - bis auf Poldi!

Die Finanzen

Die Geschäftsführer Oliver Leki und Claus Horstmann erklärten angesichts der Verbindlichkeiten von 25 Millionen Euro „Werte erhalten und schaffen“ zu ihrer Zielsetzung – im sportlichen Bereich ist das nicht gelungen. Im Tor ist Michael Rensing ein großer Rückhalt, ohne aber die Glanzform der Rückserie erreicht zu haben. Ehemalige Säulen wie Christian Eichner, Martin Lanig, Christian Clemens und Adam Matuschyk konnten ihre Leistungen nicht bestätigen. Pedro Geromel spielt als Kapitän sogar seine schwächsteSaison für den FC. Auch Mato Jajalo, Slawomir Peszko und Sascha Riether konnten ihren Marktwert nicht steigern. Während Lanig und Riether (beide ohne Tor und Vorlage) zuletzt die – taktisch bedingte – fehlende Einbindung in die Offensive monierten, fehlt Jajalo und Peszko die Konstanz. Die vor dem Abschied stehenden Sebastian Freis, Alexandru Ionita, Tomoaki Makino und Kevin Pezzoni bekamen nicht ausreichend Spielzeit, um sich für andere Klubs empfehlen zu können – es wird schwierig, sie profitabel abzugeben.

Die große Ausnahme ist Lukas Podolski. Der 26-Jährige stellte mit 14 Toren und fünf Vorlagen eine persönliche Bestmarke auf und steigerte seinen Marktwert derart, dass fraglich ist, ob der FC sich diesen Spieler weiter leisten kann.

http://www.ksta.de/html/artikel/1324062797613.shtml


Verfehlen des kalkulierten Zuschauerschnitts? Die Rückrunde wird es regeln!

Wie fällt die wirtschaftliche Bilanz nach der Hinserie aus?

Horstmann: Wir haben die letzte Saison mit einer schwarzen Zahl abgeschlossen und die Verbindlichkeiten leicht reduziert. Wir werden auch nach dieser Saison noch mehr Verbindlichkeiten abbauen. Und wir werden wieder mit einer schwarzen Zahl abschließen.
Das können Sie jetzt schon sagen? Statt der angestrebten 48 000 Besucher kamen im Schnitt 46 000. Könnte sich das nicht zu einem

Problem für Ihren Klub entwickeln?

Horstmann: Wir hatten in der Hinrunde nicht unbedingt die Knaller-Gegner. Wir liegen in finanzieller Hinsicht leicht unter unseren Erwartungen. Wir haben aber in der Rückrunde die Chance, das aufzuholen.

http://www.ksta.de/html/artikel/1324377088835.shtml


Das Tafelsilber der Zukunft wird abgegeben

De facto hat Horstmann im derzeitigen Machtvakuum des Klubs die Macht inne. Anfang der Saison bekannte er erstmals öffentlich im EXPRESS-Interview, die „volle Verantwortung“ zu tragen. Also auch für die Podolski-Frage. Wohl deshalb griff Horstmann nun zu einem Trick. Der 2014 auslaufende Vertrag mit Rechtevermarkter IMG wurde bis 2016 vorzeitig verlängert. Vorteil: die Unterschrift dürfte eine Millionen-Spritze bringen, durch die man mit Poldi an den Verhandlungstisch gehen kann.

Nachteil: das Tafelsilber der Zukunft wird abgegeben. Intern galt seit langem die Devise, die Rechtevermarktung ab 2014 selbst in die Hand nehmen zu wollen - weil dies den Vereinen erfahrungsgemäß weit mehr Einnahmen bringen könnte.

http://www.express.de/fc-koeln/poldi-verhandlung--praesidenten-suche----an-horstmann-fuehrt-kein-weg-vorbei,3192,11368196.html


Januar 2012

Wernze mit 2,5 Mio. €  beteiligt

Weil Wernze, der auch Mitglied des Verwaltungsrates ist und geschätzt 2,5 Millionen Euro in den Klub investiert hat, bis Montagabend nicht auf das Angebot des FC eingegangen ist, hat sich der Klub entschlossen, sein Angebot zurückzuziehen. Man habe inzwischen andere Finanzierungsmöglichkeiten gefunden, Hintergrund: Der chronisch finanzschwache Verein verfügt nach der Verlängerung seiner Kontrakte mit dem Rechtvermarkter IMG und Hauptsponsor Rewe über Kapital.

http://www.ksta.de/html/artikel/1326202524911.shtml


IMG Deal - Verlängerung nur mit Vorauszahlung!

Warum verlängerte Claus Horstmann Ende Dezember vorzeitig den ursprünglich bis 2014 laufenden Vertrag mit Vermarkter IMG?
Im Dezember die Rolle rückwärts! Kurz darauf verkündete der Boss schwarze Zahlen. Jetzt kommen im Verwaltungsrat Fragen auf. Wurde die Jahres-Bilanz durch den Deal „aufgefrischt“? Fehlen dem Klub in den kommenden Jahren Einnahmen, weil sie – obwohl der Vertrag noch bis 2014 lief – schon jetzt verrechnet wurden?

Zumal er bestätigt: „Ein Teil der Verlängerung besteht darin, dass IMG eine Vorauszahlung leistet.“ Geld, das in Zukunft fehlen wird? „Nein, wir werden Zusatzeinnahmen erzielen, von denen wir in den nächsten Jahren sehr profitieren werden“, rechtfertigt Horstmann seinen Deal.

http://www.bild.de/sport/fussball/claus-horstmann/gefaehrliches-spiel-vom-boss-22022328.bild.html


Normale Verzinsung für Investorengeld, bei Transfer zweistelliger Zinssatz

Der Vorgang zeigt offenbar, dass der 1. FC Köln trotz aller Verbindlichkeiten finanziell in der Lage ist, dem VfL Wolfsburg für Riether eine Millionensumme ohne Investorenhilfe zu zahlen. Man sei, so der Club-Chef, der Meinung, die Zusammenarbeit mit Investoren derzeit nicht auszubauen. Deren Geldeinlage wird normal verzinst, wenn mit dem Spieler keine Transfergewinne erzielt werden. Ist dies der Fall, gibt es eine hohe, das heißt zweistellige Verzinsung.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/sport/regio-fussball/news/1-fc-koeln-investor-wernze-ist-verstimmt-id600276.html


Externe Sicht - geht Horstmann zu hohes Risiko?

Der Vorsitzende der Geschäftsführung des 1. FC Köln fühlt sich gerade in dieser Position der Stärke, weil er über frische Devisen verfügt, die ihm ein Rechtevermarkter und sein Hauptsponsor überweisen. Allerdings nicht nur für das aktuelle Geschäftsjahr, sondern weit darüber hinaus. Der Verdacht liegt nahe, dass Horstmann voreilig handelt und Kapital benutzt, das ihm in den kommenden Jahren fehlen könnte. Ein Bittgang zu einem Investor wie Franz-Josef Wernze, den man im Moment nicht nötig zu haben glaubt,wäre weiter möglich, aber auch peinlich.

Horstmanns Verhalten deutet auf das Konzept des kurzfristigen Erfolges hin: Jetzt investieren, um zu hoffen, dass mit den sportlichen Erfolgen auch der wirtschaftliche Gewinn steigt. Das ist ein riskantes Spiel, gerade Köln steht in den letzten Jahren nicht für eine kluge Transferpolitik.

http://www.ksta.de/html/artikel/1326285629282.shtml


Falsche Darstellung der Medien, der FC ist finanziell überdurchschnittlich gesund!

Damit würde sich der Verein finanziell nicht übernehmen?

Horstmann: Das darf natürlich nicht die Folge sein. Das Angebot, das wir machen werden, muss ausgewogen im Gesamtbild gesehen werden. Die Entwicklung der gesamten Mannschaft steht im Vordergrund.

Die angespannte Finanzlage des Vereins zeigt sich aber doch bei dem aktuellen Versuch der Verpflichtung eines weiteren Stürmers.

Horstmann: Die wirtschaftliche Situation des Clubs ist aus meiner Sicht bisher überhaupt nicht ausgewogen dargestellt worden. Wenn man mit den Tochtergesellschaften einen Umsatz von über 80 Millionen Euro macht, ist eine Verbindlichkeit in der Größenordnung von 30 Millionen Euro unter dem Bundesligaschnitt und beeinträchtigt nicht die Handlungsfähigkeit. Die finanzielle Situation darf also nicht per se als Totschlag-Argument genutzt werden. Wir haben uns selbst das Ziel gesetzt, die Mannschaft in der Winterpause nur dann zu verstärken, wenn die Refinanzierung über die Abgabe anderer Spieler zu realisieren ist. Das heißt nicht, dass erst abgegeben werden muss, bevor ein neuer Spieler kommt. Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Finden wir den Stürmer, der unserem Profil entspricht und der sich für sechs Monate ausleihen lässt?

Wie ist der FC für die Zukunft aufgestellt?

Horstmann: Was unsere Ziele und Visionen angeht, haben wir unsere Hausaufgaben gemacht und sind für die nächsten Jahre gut aufgestellt. Wir haben jetzt auf den entscheidenden Positionen die richtigen Leute. Und wirtschaftlich gesehen haben wir in der vergangenen Saison schwarze Zahlen geschrieben und werden es jetzt erneut tun und die Verbindlichkeiten noch einmal reduzieren.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/sport/regio-fussball/news/groesster-fehler-war-das-messias-denken-id601744.html


Schwarze Zahlen! (durch IMG Vorauszahlung)

Und obwohl ein Teil der Vorabzahlung aus dem IMG-Vertrag im aktuellen Etat benötigt wurden, um weiter schwarze Zahlen zu schreiben, glaubt Horstmann den FC wirtschaftlich stark genug, um mit Poldi zu verlängern. „Es ist nicht so, dass ohne externe Investoren hier nichts geht“, sagt Horstmann.

http://www.express.de/fc-koeln/horstmann-verraet-das-poldi-paket-ist-geschnuert-,3192,11473892.html


Externe Sicht - Finanzlücke zwang zum IMG Deal!

Nach EXPRESS-Informationen gab es zu diesem Zeitpunkt eine Deckungslücke von neun Millionen Euro! Strategiechef Claus Horstmann trat vor die versammelten Herren und erklärte, wie man aus dem Dilemma herauskäme.

Man müsse den Kontrakt mit dem Rechtevermarkter IMG verlängern. Dieser Deal sei „alternativlos“, heißt es in einem schriftlichen Vermerk. Verwaltungsratschef Dr. Werner Wolf bestätigt: „Es stimmt, es gab eine Finanzierungslücke, die wir ausgleichen mussten.“
Deshalb, so der Chef des mächtigen Gremiums, habe man der vorzeitigen Verlängerung mit dem Rechtevermarkter zugestimmt. „Ansonsten“, so Wolf, „hätte es strenge Lizenz-Auflagen der DFL gegeben! Wir mussten handeln. Wir brauchten das anfassbare Geld.“
Die Zeit drängte. Schließlich musste der Klub elf Tage später der Fußball-Liga einen wirtschaftlichen Zwischenbericht abliefern. Da mussten die Zahlen stimmen.

Die vorzeitige Vertragsverlängerung mit IMG bis 2016 kommentierte Horstmann anschließend so: Man wolle in der Vermarktung internationaler werden. Kritiker aber sagen: Der Klub habe sein „Tafelsilber“ verkauft.

Schließlich hätte der FC durch Eigenvermarktung ab 2014 größere Einnahmen generieren können als durch die Garantiesummen von IMG. Außerdem werde den Mitgliedern die Wahrheit über die tatsächliche Finanzsituation verschwiegen!
Der brisante Fall zeigt: Der FC, den rund 30 Millionen Euro Verbindlichkeiten drücken, bewegt sich auf einem ganz schmalen Grat.

http://www.express.de/fc-koeln/img-deal-war--alternativlos--9-millionen-euro-loch--lizenz-wackelte,3192,11495148.html
"Man kommt vom FC nicht mehr los, wenn man einmal in Köln war. Der FC macht süchtig." (Lukas Podolski)

Offline veedelbock

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #1 am: Freitag, 10.Feb.2012, 18:40:57 »
Finanzlücke war eingeplant - Lizenz ohne Auflagen für 2012/13 wird erwartet

Die sind bekanntlich nicht die besten. Wie Claus Horstmann am Montag gegenüber der Rundschau sagte, sei aber eine zwischenzeitliche Finanzlücke von mehreren Millionen Euro "gestopft".

Die riss unter anderem auf, als vor der Saison für die Verpflichtungen von Sascha Riether und Mato Jajalo rund vier Millionen Euro fällig waren. "Für die Finanzierung gab es verschiedene Modelle. Am liebsten hätten wir das Geld im DFB-Pokal verdient. Aber da war ja in der zweiten Runde schon Schluss. Deshalb haben wir eine andere Lösung gewählt, eine mit Perspektive", sagte Claus Horstmann.

Aufgrund der Vertragsverlängerungen mit Rechtehändler IMG, mit Hauptsponsor Rewe, dem bevorstehenden Ausrüster-Wechsel zu Erima sowie geplanten Mehreinnahmen bei der Bandenwerbung habe man die Einnahmenseite "nochmals deutlich steigern können". Damit habe der Club die im letzten Geschäftsbericht mit rund 30 Millionen Euro ausgewiesenen Verbindlichkeiten "deutlich reduziert".
Deshalb stehe der Lizenzierung für die kommende Spielzeit, für die die Unterlagen bis zum 15. März bei der Deutschen Fußball Liga abgegeben werden müssen, aus seiner Sicht nichts im Wege. "Wir haben derzeit keine Auflagen, und werden sie auch nicht bekommen", ist Claus Horstmann überzeugt.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/sport/regio-fussball/news/FC-Chef-Horstmann-erwartet-positives-Geschaeftsjahr-article608607.html


Die Lizenz war niemals in Gefahr!

Genau da müssen wir noch einmal nachhaken. Wie kam es zu der gewaltigen Finanzierungslücke im Etat, Herr Horstmann? Der Klub-Boss möchte zuerst etwas loswerden. „Die Lizenz war niemals in Gefahr. Zu keinem Zeitpunkt sind wir ein unkalkulierbares Risiko eingegangen.“

Horstmann sagt, dass bereits zu Saisonbeginn klar war, dass es eine große finanzielle Lücke geben werde. „Wir haben uns in Absprache mit den Gremien dazu entschlossen, alle Leistungsträger zu halten und den Kader mit Spielern wie Sascha Riether sowie Mato Jajalo und Jemal noch einmal zu verstärken. Wir haben das bewusst in Kauf genommen. Deshalb sind die Zahlen für uns keine Überraschung.“

Die Gremien hätten die Geschäftsführung daraufhin beauftragt, Lösungsmodelle zu präsentieren, um das Defizit auszugleichen. Mit der vorzeitigen Verlängerung des Vertrages mit dem Rechtevermarkter IMG bis 2016 und der Millionenspritze als Vorauszahlung (EXPRESS berichtete) habe man die Lösung kürzlich präsentiert. „Wir haben die Lizenz ohne Auflagen erhalten“, betont Horstmann noch einmal, „das zeigt, dass wir zu jedem Zeitpunkt voll handlungsfähig waren.“

Horstmann sagt sogar, dass der Klub am Ende des Geschäftsjahres schwarze Zahlen schreiben und Schulden abbauen werde. „Wir arbeiten weiter daran, den Klub zu konsolidieren.“ So sollen zusätzliche Einnahmen aus der TV-Vermarktung im Ausland generiert werden. Außerdem berichtete Horstmann, dass die Catering-Gesellschaft bereits im zweiten Jahr Gewinne ausweisen würde.

http://www.express.de/fc-koeln/fc-geschaeftsfuehrer-wo-kam-das-millionenloch-her--herr-horstmann-,3192,11501170.html


In der Vergangenheit doch nicht so erfolgreich?

Köln - Kölns Hauptgeschäftsführer Claus Horstmann sieht beim Fußball-Bundesligisten eine Diskrepanz zwischen finanziellem Aufwand und sportlichem Gewinn. "Der FC hat über die vergangenen Jahre für das, was wir im sportlichen Bereich erreicht haben, zu viel investiert. Ausgaben und sportlicher Erfolg standen nicht im Einklang", sagte Horstmann dem "Kicker".

Bis zum Saisonende will der 1. FC Köln laut Horstmann schwarze Zahlen schreiben und gleichzeitig Verbindlichkeiten abbauen. Das bedeute aber nicht, dass FC-Star Lukas Podolski verkauft werden müsse. Horstmann will beim Bundesliga-Premierenmeister (1964) eine strukturelle Wandlung herbeiführen. Der FC könne nicht nur investieren, sondern müsse vielmehr Toptalente entwickeln und "auf Sicht Transfereinnahmen erzielen, die wir in den vergangenen Jahren nicht hatten".

http://www.welt.de/print/welt_kompakt/vermischtes/article13836310/FC-Chef-Horstmann-kritisiert-Einkaufspolitik.html


Februar 2012

Die 7,5 Mio. € sollen zum Teil investiert werden?

Nun sollen Genussscheine 7,5 Millionen Euro bringen. Das wirft Fragen auf: Warum erfolgt dieser Schritt? „Wir erhöhen so unser Eigenkapital und unseren Handlungsspielraum. Das Geld gibt uns die Möglichkeit, wenn wir die Chance sehen, bei einem Potenzial bietenden Spieler zu investieren, dies auch zu tun. Wir machen das nicht, um eine Lücke zu stopfen“, erklärt Claus Horstmann. Die Genussscheine (Mindestlaufzeit sieben Jahre) werden mit fünf Prozent verzinst. Doch es gibt zehn Prozent Zuschlag, falls der FC international spielt. Der Vorsitzende der Geschäftsführung präzisiert: „Den gibt es nur dann, wenn wir in der Champion League spielen, je nachdem, wie weit wir kommen.“

Kauft der FC im Sommer für 7,5 Millionen Euro ein? Horstmann bremst: „Ob wir das Geld als Eigenkapital liegenlassen oder für Transfers nutzen, entscheiden wir je nach Anforderung. Das heißt also nicht, dass wir die 7,5 Millionen sofort ausgeben. Natürlich nicht!“ Zumindest aber kann der FC Verpflichtungen wie die von Ammar Jemal bezahlen – wenn auch erneut nur mit fremdem Geld.

Kicker-Print


Garantierte Rendite!

Hier in Köln gibt es beim 1. FC eine neue Möglichkeit der Geldanlage. Doch die ist etwas anders aufgebaut. Der Klub bringt einen Genussschein auf den Markt.

Das ist auf jeden Fall etwas für den vermögenden Fan, denn die Mindestsumme beträgt 50.000 Euro. Mit einem Gesamtvolumen von maximal 7,5 Mio. Euro werden also höchstens 150 Fans dabei sein können.

Was gibt es dafür? Zunächst einmal eine Rendite von 5% pro Jahr. Das ist deutlich mehr als mit Bundesanleihen aktuell zu erzielen ist. Und es gibt sogar noch einen möglichen Renditehebel: Sollte der 1. FC Köln einen internationalen Wettbewerb erreichen, dann würde der Zinssatz auf bis zu 15% steigen.

Soweit die Chancen. Doch wie bei Genussscheinen üblich, wird die Verzinsung nur gezahlt, wenn auch ein Überschuss erzielt wurde.
Sollte das in einem Jahr nicht gelingen und dann wieder im folgenden Jahr, so würde die Rendite nachgezahlt werden. Mit dem frischen Geld soll die sehr dünne Eigenkapitaldecke des Vereins von derzeit nur rund 300.000 Euro gestärkt werden.
Mit dieser Anlageform kommen Fans auf jeden Fall in den Genuss einer Rendite.

http://www.gevestor.de/details/fussball-renditen-aktie-oder-genussschein-510165.html


Mitglieder des Verwaltungsrat sollen als Vorbild voran gehen

7,5 Millionen Euro will der FC einnehmen – der offenbar letzte Ausweg, um zukünftig noch größere Spielertransfers tätigen zu können. Fünf Prozent Zinsen gibt es, dazu eine Prämie von fünf Prozent bei Erreichen der Euroleague, zehn Prozent für den nicht Fall der Qualifikation für die Königsklasse.

Die Sache hat aber einen Haken: Schreibt der FC Verluste, gehen die vom Kapital der Genussscheine ab. Und es werden auch keine Zinsen ausbezahlt, sollte der FC Verluste machen oder durch das Zahlen der Zinsen ins Minus rutschen.

http://www.express.de/fc-koeln/fc-will-7-5-mio-einnehmen-verwaltungsraete-sollen--geniessen-,3192,11605288.html



Die externe Sicht

Kölner Bonität verbessern

Wir generieren Wortgeklingel

Einen Mitarbeiter freistellen? Klingt freundlich. Isses nicht. Wie umschreibt aber der 1. FC Köln, dass er blank ist?

...

Ein überaus schönes Beispiel für die neue, gestelzte Sprache im Fußball haben kürzlich, im gelungenen Zusammenspiel, der 1. FC Köln und die Nachrichtenagentur dpa geliefert. Die Kölner teilten zunächst per Presseerklärung mit, dass „die 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA interessierten Anlegern die Möglichkeit gibt, Wertpapiere ab einem Mindestbetrag von 50 000 Euro zu zeichnen“.

Geschäftsführer Leki lässt sich mit den Worten zitieren: „Wir versprechen uns von diesen Maßnahmen eine weitere Verbesserung unserer Bonität sowie die Schaffung finanzieller Spielräume für zukünftige Spielertransfers.“ Die Nachrichtenagentur dpa schrieb erläuternd dazu, dass die Kölner auf diesem Weg 7,5 Millionen Euro generieren wollen.

Generieren – das klingt ein bisschen nach Zaubertrick. Erst ist da nix, dann – Simsalabim – generieren wir. Und schwupp, sind 7,5 Millionen Euro in der Kasse.

Vielleicht ist es aber auch so, dass derjenige, der das Wort generieren verwendet, sich nur geniert, den Vorgang im klaren Schulhof-Deutsch zu beschreiben. Denn damit ließe sich das Kölner Wortgeklingel in zwei kurzen Sätzen zusammenfassen: „Hast mal ein paar Euro für mich? Bin blank.“

http://www.augsburger-allgemeine.de/sport/Wir-generieren-Wortgeklingel-id18789876.html





Einige Fakten aus der Quellensammlung

Herausgabe von Genussscheinen 2004 (10 Millionen)
Fan-Anleihe 2005 (5 Millionen)
Catering-Rechte an eine FC-Tochter 2009 (7,5 Millionen)
Genußscheine über 7,5 Mio. € 2012

Nach dem Aufstieg wurden 8,8 Millionen Euro in Spieler gesteckt. Dafür musste ein Kredit über 7,5 Millionen Euro aufgenommen werden, als Sicherheit wurde ein Sponsorenvertrag hinterlegt.

Im Jahr danach wurde Podolski und Co. ebenfalls zum Großteil auf Pump finanziert. Damals wurden die Gastronomierechte an die eigene Tochter für abermals 7,5 Millionen Euro verkauft. Das lief folgendermaßen: Nicht enthalten in den Verbindlichkeiten sind jene rund 7,5 Millionen Euro, mit denen sich der 1. FC Köln im Geschäftsjahr 2008 / 2009 einen Sonderertrag verhalf. Damals gründete man eine Tochtergesellschaft, die „1. FC Köln Gaststätten GmbH“. Diese Tochter nahm ein Darlehen auf und kaufte ihrer Mutter für 7,5 Millionen Euro etwa das Recht ab, im Stadion Bier und Würstchen zu verkaufen. Dieses Darlehen zahlt die GmbH nun mit etwa 600.000 Euro pro Jahr bei der Bank ab – und hat im ersten Jahr ihres Bestehens dennoch einen Gewinn erwirtschaftet. Ein reiner Bilanztrick war das also nicht. Allerdings hat der 1. FC Köln damit durchaus zukünftige Einnahmen ausgegeben. Denn das Geld, das die Tochter nun zur Tilgung des Darlehens ausgibt, steht dem Verein zwölf Jahre lang nicht zur Verfügung.

Stand Geschäftsjahr 2009/10 - „Der Konzern ist bilanziell mit 6,8 Millionen Euro überschuldet.“ Langfristig belaufen sich die Verbindlichkeiten gar auf 21,035 Millionen Euro! Zudem klaffte im Etat der vergangenen Saison eine eklatante Lücke. In der Prognose heißt es: „Zum Ende der Saison 2009/2010 besteht ein Kapitalbedarf von 4,8 Millionen Euro.“

Um die Eigenkapital-Decke zu verbessern, wollte man eine Kapitalerhöhung von 5 Millionen Euro durchführen. Doch es wurde kein Investor gefunden.

Immerhin: Der kurzfristige Geld-Bedarf konnte gedeckt werden. „Weil das aus dem operativen Geschäft unmöglich war, haben wir andere Quellen erschlossen“, sagt Horstmann - hier mussten wieder zukünftige Einnahmen verwandt werden, um Löcher zu stopfen. Gemeint sind die Investorenmodelle mit Asbeck, Wernze & Co. Das Geld gibt es nicht geschenkt, zukünftige Transfereinnahmen sind zumindest zu einem gewissen Teil verloren.

Eine Million Euro mussten im letzten Jahr für den Rückkauf der Genussrechte ausbezahlt werden. Heißt im Umkehrschluß 4 Mio. € sind noch offen und nur aufgeschoben. Und nicht nur die: Auch die Marketing- und Dauerkarteneinnahmen der nächsten Saison mildern schon das Minus der aktuellen Bilanz. Und die Einnahmen der Gaststätten GmbH in den nächsten Jahren wurden 2008 zur Verstärkung der Mannschaft benutzt.

Das eingesparte Gehalt von Maniche ging für die Gehaltserhöhungen von Nova, Geromel und Mohamad drauf.

“Konkret haben wir in den vergangenen beiden Jahren etwa 15 Millionen Euro mehr investiert als wir operative Einnahmen hatten."

Man verkaufte Beteiligungen an den Transferrechten von Poldi und Pedro Geromel für 3 Millionen Euro. Dazu brachte der Neuabschluss des Vermarktungsvertrags mit IMG (damals bis 2014) einen Zusatzertrag von rund drei Millionen Euro.

Zudem kommt in dieser Saison die verschärfte Lizenzvorschrift hinzu, zehn Prozent der Altschulden (rund 25 Millionen Euro) abzubauen.

Die Anteile fremder Investoren an Poldi oder Geromel sind nicht in den Stand der Verbindlichkeiten eingerechnet.

Die Vertragsauflösung mit IMG 2,5 Millionen Euro wurden als Einnahmen verbucht.

Über eine Millionen Euro Zinsen zahlte der FC laut Bilanz.

Der FC befindet sich ca. 2000 Zuschauer pro Spiel unter seiner kalkulierten Größe.

Zum IMG Deal: „Ein Teil der Verlängerung besteht darin, dass IMG eine Vorauszahlung leistet.“  Dieses Geld fließt in den aktuellen Etat ein, weshalb plötzlich Leki/Horstmann vollmundig schwarze Zahlen für den Sommer versprechen.

Die neue Genußscheinauflage soll angeblich nicht zur Deckung vorhandener Lücken genutzt werden. Viel mehr soll investiert werden. z. B. in Jemal und zugleich das Eigenkapital so erhöht werden, daß es eine Auflagenfreie Lizenz zur näcshten Saison gibt.


Eröffnungspost Teil I 

Derzeit geistern durch die meisten Threads Fragen und Aussagen zur finanziellen Situation des FC.
Anleihen, Schuldenstände bei Overaths Amtsübernahme, Genußrechte - alles wird munter diskutiert, teils hat man es aber nicht mehr vollständig in Erinnerung.

Die meisten befürchten, dass die Wahrheit schlimmer ist als das, was in den veröffentlichten Bilanzen steht. Nichtsdestotrotz: Was da drin steht, ist schon mehr, als die meisten wissen. Und deswegen schlage ich diesen Thread als eine Art Faktensammelstelle vor. Ich beginne einmal:


1. Anleihen, Genußrechte

2003/04 hat der FC 5 Millionen als Genußrechtsscheine eingesammelt. 2005/06 folgten weitere 2,7 Millionen (darunter 10 x 500.000,-, 4 x 200.000,-). Sie wurden als Eigenkapital gebucht (!) , also NICHT als Verbindlichkeit. Sollte man wissen, wenn man die Frage nach der Höhe der Schulden stellt.
Kündigungsfrist 30.6.2013 und 30.6.2014. Auch das ist interessant.

Die Kapitalgeber (wer ist es?) bat aber 09/10 um Rückkauf. Seither wird die Forderung auch als Verbindlichkeit geführt. Einzelheiten müßten wir noch einmal checken.

Dann gibts die Anleihe vom 1.8.2005, die jetzt zum 1.8.2011 rückzahlbar ist, über 5 Millionen, die auch immer als Anleihe gebucht wurde, somit als Verbindlichkeit.



2. Verbindlichkeitenentwicklung:

Zum Thema "10 Millionen Schulden habe ich , W.O., von Caspers übernommen" zitiere ich mal die Bilanz der KGaA:


Zum 30.6.06 7,555 Millionen
30.06.07 9,001 Mill.
30.06.08 12,562
darunter die Anleihe mit 4,98 und Bankschulden mit 3,464.

Die Konzernbilanz, also mit der Marketing-GmbH, sah natürlich schlimmer aus.

Wenn man natürlich als Schulden bezeichnet, was man selbst als EK gebucht hat - dann mag das anders aussehen.

Im Lagebericht hieß es damals erstmals: Handelsbilanzielle Überschuldung, aber Zahlungsfähigkeit nicht gefährdet, da stille Reserven. In der Konzernbilanz wurde eine "bilanzielle Überschuldung" festgestellt.

zum 30.6.09 13,083 Millionen, in der Konzernbilanz 21,035 Millionen

Zum zweiten Male in Folge wurde "eine bilanzielle Überschuldung auf Konzernebene" testiert! Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen!



3.Planungen des FC gemäß der Lage-und Prognoseberichte- sind sie eingehalten worden?

Die Planung für 08/09 sah einen Fehlbetrag von 5,1 Mill. vor. Das habe man "bewußt in Kauf genommen",um die Klasse zu halten. Daraus ergab sich eine drohende bilanzielle Überschuldung. Wie sollte sie aufgefangen werden? Durch eine Kapitalerhöhung, mit Investoren habe man gesprochen.

Oder durch "Leasingmodelle."

Eine Kapitalerhöhung hat es nicht gegeben, soviel ist bekannt. Grund hierfür sei die weltweite Finanzkrise gewesen, hieß es.

In der JB zum 30.6.09 plante man einen gesicherten MF-Platz, und nahm, wie es erneut wörtlich heißt, "bewußt in Kauf", dass ein Jahres-Fehlbetrag von 2,07 Mill. entsteht. Diesmal plante man aber keine Investoren ein, sondern sah trotz "bilanzieller Überschuldung auf Konzernebene" eine "Abwehr durch geeignete Maßnahmen", nämlich Einnahmen im DFB-Cup, vor.

Weder sportlich noch wirtschaftlich wurden diese formulierten Ziele erreicht. Da war die Nichtentlastung sicherlich kein Fehler der Mitglieder...

Ich bitte um Eure Hilfe / Ergänzung!
Hier kann und soll einmal jeder lesen können, was man aus den veröffentlichten Zahlen entnehmen kann. Je mehr es wissen, desto besser!
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Offline veedelbock

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #2 am: Freitag, 10.Feb.2012, 18:41:07 »
Mein Fazit

Zwar habe ich es zuvor schon geahnt, doch das Ausmaß ist für mich schon überraschend. Der FC, der sich gerne in Person von Horstmann/Leki als innovativ Handelnder darstellt, scheint häufig nur noch ein Getriebener zu sein.

Beispielsweise mußte zum Zeitpunkt der Transferinvestionsbeteiligungen eine Lücke von 4,8 Mio. € geschlossen werden. Es gab nur zwei Wege. Einen Verkauf von Nova und Geromel oder eben diese kurzfristige Geldbeschaffung auf Kosten der Zukunft. Scheinbar braucht man also schon im Frühjahr 2010  „anfassbares Geld“.

Die Mär von dem Vorbildclub, der ohne Problem jede Lizenz erhält, hat auch erste Risse. Mag sein, Horstmann ist ja ein Spezialist in Wortklauberei, daß dies keine Auflage ist, sondern nur eine was auch immer, Fakt ist, die DFL forderte einen Abbau von 10% der Altschulden (ca. 25 Mio. €) für dieses Geschäftsjahr.

Auch die angeblich „geplante Lücke“ des Dezember scheint ja im Zusammenhang mit DFL Forderungen zu stehen.


Am letzteren Beispiel zeigt sich die typische Horstmann/Leki Rhetorik. Der Express (man muß sich wundern, daß diese doch ganz gut im Thema sind, also bei den FC Finanzen) fragte schon im Sommer, wie denn die offensichtliche Lücke von ca. 10 Mio. € für die Saison geschlossen würde.

Antwort Leki, es gibt kein Finanzloch in diesem Sommer. Richtig, es mußte ja auch erst im Winter endgültig beglichen werden.

Nur ein Beispiel. Es geht schon längst über die üblichen Phrasen der DFB Pokaleinnahmen, internationales Geschäft mit Überraschungssaison und Transferwerte über den Nachwuchs schaffen, hinaus.

Es ist ein einziger Schlingerkurs. Der IMG Vertrag wird bis 2014 verlängert und 3 Mio. € der zukünftigen Einnahmen werden in die Bilanz eingerechnet. Bei der Kündigung werden angeblich wieder 2,5 Mio. € in die Bilanz positiv eingerechnet (ich bin kein BWLer keine Ahnung wie das funktioniert). Nachdem man offensiv propagiert, daß man selbstständig mehr Einnahmen generieren kann (daher die 2,5 Mio. € ?), kommt bekanntermaßen im Dezember die Wendehalsaktion, die wohl „alternativlos“ war, mal wieder. Die Bedingung für eine Verlängerung, daß Gelder aus der Zukunft schon jetzt gezahlt werden, sagt alls über den Deal aus.

Es wird angesprochen, daß im Zuge der Konsolidierung keine Anleihen mehr und auch andere Formen mehr akquiriert werden sollen, nun werden plötzlich Genußscheine für 7,5 Mio. € aufgelegt.

Auch war mir nicht bekannt, daß man die Einnahmen für Dauerkarten und Marketing unter Daum schon eine Saison vorher ausgegeben hatet.

Um es nicht zu lang zu machen, die ganze anhaltende Verharmlosungsrhetorik ist für mich nur noch eine Mitglieder – und Fanverarsche. Wenn man die sich vielfach widersprechenden Aussagen aus der ausführlichen Quellensammlung ausschneiden würde, könnte man damit wunderbar ein Spiel kreieren, sozusagen Bullshit Bingo 2.0.

Ein Kleines Beispiel gefällig.

Wir sind so aufgestellt, dass wir mit einem Etat an den Start gehen würden, mit dem man das Ziel direkter Wiederaufstieg realistisch angehen kann. (Horstmann Januar 2011)

“Ein Abstieg ist tabu. Die Personalkosten kann man ein Jahr stemmen, wie in diesem Jahr Eintracht Frankfurt. Wir haben diese Karte aber bereits beim letzten Abstieg verspielt.“ (Leki im Oktober 2011)
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Offline p_m

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #3 am: Freitag, 10.Feb.2012, 18:47:27 »
 :oezil: :oezil: :oezil:

 :tu:
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Bree.Schreiz

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #4 am: Freitag, 10.Feb.2012, 18:47:46 »
:oezil: ...wie lange hast du daran gesessen ??
 
Edith sagt: Please wait 100 seconds to post a thank you.

Offline rancH

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #5 am: Freitag, 10.Feb.2012, 18:48:32 »
Du bist ein Typ.. Respekt!

niemehr

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #6 am: Freitag, 10.Feb.2012, 18:55:32 »
Schöne Übersicht. Da hast Du Dir mal ordentlich Mühe gegeben.

Bree.Schreiz

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #7 am: Freitag, 10.Feb.2012, 19:10:01 »

Offline veedelbock

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #8 am: Freitag, 10.Feb.2012, 19:17:42 »

 :D :tu:

Gemeint war nur das Fazit.  ;)

:oezil: ...wie lange hast du daran gesessen ??
 
Edith sagt: Please wait 100 seconds to post a thank you.


Obwohl nur eine copy & paste Arbeit, schon so 3-4 Std., verteilt auf mehrere Abende.

Doch für das Thema, was von vielen noch zu sehr verharmlost wird, ist es mir das wert.  :)
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Bree.Schreiz

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #9 am: Freitag, 10.Feb.2012, 19:21:17 »
Gemeint war nur das Fazit.  ;)

Obwohl nur eine copy & paste Arbeit, schon so 3-4 Std., verteilt auf mehrere Abende.

Doch für das Thema, was von vielen noch zu sehr verharmlost wird, ist es mir das wert.  :)

Ich befürchte nur, dass sich irgendwann jemand einen Satz aus dieser Doktor-Arbeit rauspicken wird der vielleicht diskutabel ist. Und damit wird deine Arbeit eben nicht genug "gewürdigt". Das Gesamtbild ist es aber, was vielen von uns solch große Sorgen macht.

Online Nidhoegger

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #10 am: Freitag, 10.Feb.2012, 20:21:31 »
Heftig, dass mal in Übersicht zu sehen. Ist dann noch mal ne Nummer schlimmer, als man eh schon gedacht hat. Brokers Antwort darauf würde ich gerne mal lesen.  ;)

Die wirklich wichtige Frage ist jedoch; welche Schlüsse ziehen wir daraus? Wie gehen wir AB JETZT vor, um dieses Damoklesschwert zu beseitigen? Grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass seit einem Jahr tatsächlich daran gearbeitet wird. Während ein Wolle noch von Helmes schwadronierte, haben Finke/Horstmann günstige und sinnvolle Transfers getätigt. Das da auch Fehlgriffe dabei waren, ist schlecht, ist aber nicht gänzlich zu vermeiden und in der Summe haben wir in den letzten 3 Transferperioden deutlich besser abgeschnitten, als in den 10-15 davor. Heißt; für mich ist dieses Problem erkannt und es wird daran gearbeitet.

Unsere Verantwortlichen haben jetzt folgendes Problem: Sie müssen weiter Geld in die Hand nehmen, um unseren Klassenerhalt sicherzustellen, müssen aber gleichzeitig soviel wie möglich sparen, um unsere Verbindlichkeiten in den Griff zu bekommen. Eigentlich die Quadratur des Kreises.
Ich gebe ehrlich zu: Mir würde eine solche Aufgabe echt Angst machen. Ob Horstmann der richtige dafür ist, kann ich schlicht nicht beurteilen, da ich nicht weiß, wie seine interne Situation war/ist. Unabhängig davon ist es elemantar wichtig, dass intern alle an einem Strang ziehen um dieses beiden sich eigentlich aussschließenden Ziele zu erreichen. Gleichzeitig darf jedoch nach Außen diese Zielsetzung nicht zu Offensiv kommuniziert werden, da dadurch dass fragile Kölner Emotionsfeld wieder erschüttert wird. Heißt, dem Kölner Boulevard und seinen Lesern muss eine heile Welt vorgegauckelt werden, um weitere Stürme zu vermeiden/gering zu halten.

Für uns hier, die vielleicht etwas besser informiert sind, heißt das wiederrum, Informationspolitik im Sinne dieser Entwicklung zu leisten. Also anderen FC-Fans, die nicht so intensiv informiert sind, wie wir hier, zu erklären, warum bspw. der Tese-Transfer Sinn macht und warum der FC vielleicht im Sommer Poldi / Geromel verkaufen muss (oder warum die EL eigentlich hier kein Thema sein kann).

Letztendlich reiten wir gerade messerscharf auf der Rasierklinge und ALLE Beteiligten müssen darüber nachdenken, was SIE tun können, um uns "auf der richtigen Seite" zu halten.
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Offline heroj88

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #11 am: Freitag, 10.Feb.2012, 21:10:42 »
WOW! :tu:

Respekt Herr Veedelbock. Das könnte man so oder ähnlich abdrucken.
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Offline Jurgi Jurgeleit

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #12 am: Freitag, 10.Feb.2012, 21:22:58 »
Auch von mir vielen Dank an den fleißigen User.

Ich finds allerdings unpassend, dass der Post hier im Horstmann-Thread steht und nicht im Thread-finanzielle Stuation

http://www.effzeh-forum.de/forum/allgemeines/die-finanzielle-situation-des-fc/
Ich tue das, weil ich ein absolut reines Gewissen habe.

Offline Herner

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #13 am: Freitag, 10.Feb.2012, 21:24:32 »
das gleiche wollte ich auch schreiben,danke!
 :D

Blaubutz

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #14 am: Freitag, 10.Feb.2012, 21:27:26 »
Doch für das Thema, was von vielen noch zu sehr verharmlost wird, ist es mir das wert.  :)

ich schätze dich wirklich Jörg, aber es wird (aus meiner Sicht) überhaupt nix verharmlost. Ich bin komplett deiner Meinung, tendiere aber nicht zur Holzhammermethode die da heißt: Horstmann SOFORT weg. Darum geht es doch nur noch. Lass den neuen Präse kommen, dann regeln sich die Dinge.

leander

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #15 am: Freitag, 10.Feb.2012, 22:12:59 »
ich schätze dich wirklich Jörg, aber es wird (aus meiner Sicht) überhaupt nix verharmlost. Ich bin komplett deiner Meinung, tendiere aber nicht zur Holzhammermethode die da heißt: Horstmann SOFORT weg. Darum geht es doch nur noch. Lass den neuen Präse kommen, dann regeln sich die Dinge.

Das haben schon vor dem letzten Präses 98% der Leute gesagt.
 

Offline p_m

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #16 am: Freitag, 10.Feb.2012, 22:19:43 »
Um es nicht zu lang zu machen, die ganze anhaltende Verharmlosungsrhetorik ist für mich nur noch eine Mitglieder – und Fanverarsche. Wenn man die sich vielfach widersprechenden Aussagen aus der ausführlichen Quellensammlung ausschneiden würde, könnte man damit wunderbar ein Spiel kreieren, sozusagen Bullshit Bingo 2.0.

Ein Kleines Beispiel gefällig.

Wir sind so aufgestellt, dass wir mit einem Etat an den Start gehen würden, mit dem man das Ziel direkter Wiederaufstieg realistisch angehen kann. (Horstmann Januar 2011)

“Ein Abstieg ist tabu. Die Personalkosten kann man ein Jahr stemmen, wie in diesem Jahr Eintracht Frankfurt. Wir haben diese Karte aber bereits beim letzten Abstieg verspielt.“ (Leki im Oktober 2011)
Das ist dann tatsächlich dermaßen traurig, dass man nur noch drüber lachen kann.
"Was liegt mir an der Richtigkeit der Lehren; es ist der Enthusiasmus, den ich an ihnen zu schätzen weiß."

Blaubutz

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #17 am: Freitag, 10.Feb.2012, 22:39:24 »
Das haben schon vor dem letzten Präses 98% der Leute gesagt.
 

was willst du mir damit sagen?

Online Nekoelschekrat

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #18 am: Freitag, 10.Feb.2012, 23:08:03 »
was willst du mir damit sagen?

Der Satz ist doch eindeutig.

"Lass den neuen Präse kommen, dann regeln sich die Dinge. " ist eher Prinzip Hoffnung denn eine aktgive Herangehensweise.
Es KANN sich durch einen neuen Präses was ändern, es MUSS aber nicht zwangsläufig durch einen neuen Präses etwas passieren.

Aber ich denke wir sind uns einig,dass etwas passieren sollte und das in nicht allzu ferner Zukunft.
Onanieren unter der Dusche hat einen entscheidenden Nachteil: Mittlerweile werde ich geil wenn es regnet.

Offline Conjúlio

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #19 am: Samstag, 11.Feb.2012, 10:47:15 »
Bitte macht für dieses sensationelle Post einen neuen trööt auf! Danke...
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micknick99

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #20 am: Samstag, 11.Feb.2012, 10:48:14 »
Bitte macht für dieses sensationelle Post einen neuen trööt auf! Danke...

Yepp, das sollte man irgendwo festpinnen.

Crane

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #21 am: Samstag, 11.Feb.2012, 13:41:03 »
ich schätze dich wirklich Jörg, aber es wird (aus meiner Sicht) überhaupt nix verharmlost. Ich bin komplett deiner Meinung, tendiere aber nicht zur Holzhammermethode die da heißt: Horstmann SOFORT weg. Darum geht es doch nur noch. Lass den neuen Präse kommen, dann regeln sich die Dinge.


Ist klar. Mister "der FC wird das schon richtig geprüft haben"  :D :D

Offline RichardGecko

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #22 am: Samstag, 11.Feb.2012, 14:19:01 »
Um es nicht zu lang zu machen, die ganze anhaltende Verharmlosungsrhetorik ist für mich nur noch eine Mitglieder – und Fanverarsche. Wenn man die sich vielfach widersprechenden Aussagen aus der ausführlichen Quellensammlung ausschneiden würde, könnte man damit wunderbar ein Spiel kreieren, sozusagen Bullshit Bingo 2.0.

Ein Kleines Beispiel gefällig.

Wir sind so aufgestellt, dass wir mit einem Etat an den Start gehen würden, mit dem man das Ziel direkter Wiederaufstieg realistisch angehen kann. (Horstmann Januar 2011)

“Ein Abstieg ist tabu. Die Personalkosten kann man ein Jahr stemmen, wie in diesem Jahr Eintracht Frankfurt. Wir haben diese Karte aber bereits beim letzten Abstieg verspielt.“ (Leki im Oktober 2011)

Also vom Grundgedanken finde ich es durchaus hervorragend wenn die FC Finanzen von den Fans kritisch begleitet werden. Trotzdem geht mir das was hier größtenteils geschriben wird zu sehr Richtung Weltuntergangsstimmung.
Den Widerspruch in Deinem Beispiel finde ich bspw. etwas konstruiert. Lekis Aussage widerspricht hier nicht der ersten von Horstmann, sondern sagt lediglich aus, dass es nicht möglich wäre die Leistungsträger der ersten Liga in der zweiten zu halten (was bei den letzten Abstiegen mit Abstrichen noch möglich war). Das bedeutet ja nicht automatisch, dass man keinen Kader zusammenstellen könnte der um den Aufstieg mitspielt.
Zudem muss man einige Transfers der letzten Jahre sicherlich kritisieren, andererseits ist es tatsächlich zweifelhaft, ob wir in der ersten Liga geblieben wären, wenn nicht kräftig investiert worden wäre (wie es bei den vorherigen Aufstiegen nicht der Fall war). Es war ja eben jede Saison auch mächtig knapp.
Ich sehe die finanzielle Situation definitiv auch kritisch, dennoch ist es übertrieben von Handlungunfähigkeit etc. zu sprechen, wenn man nach wie vor Transfers wie Riether und Jajalo zu stemmen. Da würden andere Vereine (bspw. Kaiserslautern) sicherlich von einem Luxusproblem sprechen. Das wir über unseren Verhältnissen gelebt haben wurde meiner Meinung nachseitens der Geschäftsführung auch nie bestritten. Sicherlich kann man das Ausmaß kritisieren. Trotzdem bleibt dann die Frage ob wir ohne diese Maßnahmen noch in der ersten Liga spielen würden. Ich vertraue auch nach wie vor darauf, dass es möglich ist diese Verbindlichkeiten mit den nun geschaffenen Vorraussetzungen (höhere Fernsehgelder, gestiegene Transferwerte, etc.) auf ein Normalmaß herunterzufahren.

Offline märkel

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #23 am: Samstag, 11.Feb.2012, 14:20:29 »
ich schätze dich wirklich Jörg, aber es wird (aus meiner Sicht) überhaupt nix verharmlost. Ich bin komplett deiner Meinung, tendiere aber nicht zur Holzhammermethode die da heißt: Horstmann SOFORT weg. Darum geht es doch nur noch. Lass den neuen Präse kommen, dann regeln sich die Dinge.

dadurch, daß wir hier diskutieren wird ja nichts im verein entschieden, genausowenig wie solbakken auf uns hört, wenn es um die aufstellung geht.
ich denke aber auch, daß das neue präsidium sich die personalie horstmann genau anschauen wird. der vertrag läuft ohnehin im nächsten jahr aus, da kann man sich auch eine teure abfindung sparen.
Die Mutter des Schwachkopfs ist ständig schwanger.

Offline StrOnzO

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #24 am: Samstag, 11.Feb.2012, 15:30:43 »
Ich sehe die finanzielle Situation definitiv auch kritisch, dennoch ist es übertrieben von Handlungunfähigkeit etc. zu sprechen, wenn man nach wie vor Transfers wie Riether und Jajalo zu stemmen. Da würden andere Vereine (bspw. Kaiserslautern) sicherlich von einem Luxusproblem sprechen.

Und diese Transfers wurden mit Mitteln aus der Zukunft getätigt. Denn wenn man diese Mittel nicht genutzt hätte, wäre man handlungsunfähig gewesen...
Setz dich, nimm dir nen Keks, mach es dir schön bequem, du ARSCH !

Offline veedelbock

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #25 am: Samstag, 11.Feb.2012, 15:46:49 »
Also vom Grundgedanken finde ich es durchaus hervorragend wenn die FC Finanzen von den Fans kritisch begleitet werden. Trotzdem geht mir das was hier größtenteils geschriben wird zu sehr Richtung Weltuntergangsstimmung.
Den Widerspruch in Deinem Beispiel finde ich bspw. etwas konstruiert. Lekis Aussage widerspricht hier nicht der ersten von Horstmann, sondern sagt lediglich aus, dass es nicht möglich wäre die Leistungsträger der ersten Liga in der zweiten zu halten (was bei den letzten Abstiegen mit Abstrichen noch möglich war). Das bedeutet ja nicht automatisch, dass man keinen Kader zusammenstellen könnte der um den Aufstieg mitspielt.
Zudem muss man einige Transfers der letzten Jahre sicherlich kritisieren, andererseits ist es tatsächlich zweifelhaft, ob wir in der ersten Liga geblieben wären, wenn nicht kräftig investiert worden wäre (wie es bei den vorherigen Aufstiegen nicht der Fall war). Es war ja eben jede Saison auch mächtig knapp.
Ich sehe die finanzielle Situation definitiv auch kritisch, dennoch ist es übertrieben von Handlungunfähigkeit etc. zu sprechen, wenn man nach wie vor Transfers wie Riether und Jajalo zu stemmen. Da würden andere Vereine (bspw. Kaiserslautern) sicherlich von einem Luxusproblem sprechen. Das wir über unseren Verhältnissen gelebt haben wurde meiner Meinung nachseitens der Geschäftsführung auch nie bestritten. Sicherlich kann man das Ausmaß kritisieren. Trotzdem bleibt dann die Frage ob wir ohne diese Maßnahmen noch in der ersten Liga spielen würden. Ich vertraue auch nach wie vor darauf, dass es möglich ist diese Verbindlichkeiten mit den nun geschaffenen Vorraussetzungen (höhere Fernsehgelder, gestiegene Transferwerte, etc.) auf ein Normalmaß herunterzufahren.

Nur wegen des nun großen Fundus werde ich jetzt kein Zitatedropping veranstalten. Zum Thema Abstieg gibt es mehrere aktuelle Aussagen, die sich der des Januar 2011 deutlich widersprechen. Dafür muß man auch kein Prophet sein, daß sollte jedem klar sein, daß ein Verein, der nicht nur große Verbindlichkeiten hat, sondern vor allem sehr viele indirekte, weil Einnahmen aus der Zukunft schon verfrühstückt sind, bei einem Abstieg defintiv keinen konkurrenzfähigen Kader für einen Wiederaufstieg aufstellen kann.

Exakt diesem meiner Meinung nach falschen Eindruck mit Jajalo und Riether wollte ich mit der großen Faktenübersicht widersprechen. Leider ist es genau im Gegenteil. Zwar würde sich der FCN oder M05 niemals ein Riether Gehalt leisten, doch im Gegensatz zu uns könnten sie es sich leisten, selbstverständlich auch nur als Ausnahmegehalt.

Ich sehe es genau anders herum als Du, bisher werden die Finanzen noch viel zu wenig thematisiert, obwohl wir nun schon zwei oder drei mal in 1860 Manier Finanzlöcher stopfen mußten zum Termin xy.

Deine Klammer hört sich ein wenig an, wie eine original Horstmann Hoffnungsblase. Doch da gerade Fußball läuft, belasse ich es erst mal dabei.
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Offline RichardGecko

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #26 am: Samstag, 11.Feb.2012, 16:47:49 »
Nur wegen des nun großen Fundus werde ich jetzt kein Zitatedropping veranstalten. Zum Thema Abstieg gibt es mehrere aktuelle Aussagen, die sich der des Januar 2011 deutlich widersprechen. Dafür muß man auch kein Prophet sein, daß sollte jedem klar sein, daß ein Verein, der nicht nur große Verbindlichkeiten hat, sondern vor allem sehr viele indirekte, weil Einnahmen aus der Zukunft schon verfrühstückt sind, bei einem Abstieg defintiv keinen konkurrenzfähigen Kader für einen Wiederaufstieg aufstellen kann.

Exakt diesem meiner Meinung nach falschen Eindruck mit Jajalo und Riether wollte ich mit der großen Faktenübersicht widersprechen. Leider ist es genau im Gegenteil. Zwar würde sich der FCN oder M05 niemals ein Riether Gehalt leisten, doch im Gegensatz zu uns könnten sie es sich leisten, selbstverständlich auch nur als Ausnahmegehalt.

Ich sehe es genau anders herum als Du, bisher werden die Finanzen noch viel zu wenig thematisiert, obwohl wir nun schon zwei oder drei mal in 1860 Manier Finanzlöcher stopfen mußten zum Termin xy.

Deine Klammer hört sich ein wenig an, wie eine original Horstmann Hoffnungsblase. Doch da gerade Fußball läuft, belasse ich es erst mal dabei.

Ich finde es immer schwierig aus dem was über die finanzielle Situation bekannt ist wirklich abschließend Schlüsse zu ziehen und ich habe das Gefühl dass das hier einige tun. Es ist eben nicht alles transparent, die Frage ist aber auch wie sinnvoll es ist die kompletten Finanzen transparent zu halten. Nur weil man nicht alles weiß, heißt das ja nicht, dass alles schlecht ist. Ich war z.B. durchaus positiv überrascht als bekannt wurde in welcher Größenordnung die Transferbeteiligungen an Poldi und Geromel liegen. Ich habe das jetzt nicht mehr parat, aber es war weit weniger als ich befürchtet habe. Das haben glaube ich viele vorher viel schwärzer gesehen. Trotzdem kann es natürlich sein, dass wir uns gefährlich weit aus dem Fenster gelehnt haben und jetzt mal dringend gegen gesteuert werden müsste. Ich denke aber bis zu einem gewissen Grad muss man da den handelnden Personen auch Vertrauen entgegenbringen (gerade auch dem Aufsichtsrat der die Aufgabe hat diese Dinge zu kontrollieren). Horstmann hat hier ja durchaus auch lange Jahre gute Arbeit abgeliefert und sollte aufgrund einer lückenhaften Kenntnis der Fakten jetzt nicht einfach an den Pranger gestellt werden. Es gab doch vor gar nicht allzu langer Zeit auch diesen Mitgliederstammtisch mit Leki. Da habe ich nicht das Gefühl gewonnen, dass unsere Situation so bedrohlich ist (aber  natürlcih kann man auch vielers einfach schön reden - das kann ich nicht einschätzen). Es wäre auf jeden Fall schön wenn der FC so etwas häufiger machen würde, damit Fragen die u.a. hier aufgeworfen werden nicht einfach so im luftleeren Raum hängen (und viele Fans manche Spekulationen dann auch einfach als Fakt hinnehmen). Davon würden sicher beide Seiten profitieren.

Offline Richard Gecko

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #27 am: Samstag, 11.Feb.2012, 17:04:45 »
Viel wichtiger als "die finanzielle Situation des FC" ist doch die Frage warum sich hier noch jemand mit dem Namen "Richard Gecko" tummelt?! SKANDAL!!!
Natürlich führe ich Selbstgespräche - dann weiß ich zumindest sicher das ich 1x am Tag mit einem vernünftigen Menschen spreche...

Rindenmolch

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #28 am: Samstag, 11.Feb.2012, 17:07:41 »
Viel wichtiger als "die finanzielle Situation des FC" ist doch die Frage warum sich hier noch jemand mit dem Namen "Richard Gecko" tummelt?! SKANDAL!!!

Seiner Signatur nach zu urteilen, ist das dein Zweitnick.

Offline Richard Gecko

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Re: Die finanzielle Situation des FC (Teil II)
« Antwort #29 am: Samstag, 11.Feb.2012, 17:13:27 »
Seiner Signatur nach zu urteilen, ist das dein Zweitnick.
Ich seh da keine Signatur...
Natürlich führe ich Selbstgespräche - dann weiß ich zumindest sicher das ich 1x am Tag mit einem vernünftigen Menschen spreche...